Wärmetour des Umweltministeriums mit Stationen in Alflen und Trier

Ministerin Ulrike Höfken bezeichnete die Wärmewende als doppelten Gewinn für Städte und Gemeinden - als Beitrag zum Klimaschutz und als Stärkung der lokalen Wertschöpfung.

Am Dienstag, 05. Februar 2019, startete das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten - mit Unterstützung der Energieagentur Rheinland-Pfalz - seine Wärmetour 2019. Den Auftakt machte Staatssekretär Thomas Griese in der Ortsgemeinde Alflen im Landkreis Cochem-Zell, wo er den Akteuren der Wärmewende für ihr Engagement dankte. "Mit den vier Nahwärmenetzen versorgt Alflen 40 Haushalte mit erneuerbarer Wärme aus Hackschnitzeln der Region. Damit spart die Gemeinde jährlich rund 336 Tonnen klimaschädliches CO2 ein und leistet einen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaschutzziele", sagte der Staatssekretär, der die Nahwärmenetze bei dieser Gelegenheit auch besichtigte. Ihm ist wichtig, dass solche positiven Beispiele 'Schule machen' und in der Öffentlichkeit sichtbar werden.

Ministerin Ulrike Höfken war gestern (07.02.) zu Gast beim Wärmewendekongress in Trier. Dort betonte sie, dass in Deutschland "40 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen auf das Konto des Wärmesektors gehen. Um die Energiewende auch vor dem Hintergrund des Atom- und Kohleausstiegs zum Erfolg zu führen, müssen wir den Wärmebereich auf erneuerbare Energien umstellen und effizienter gestalten. Mit unserem Wärmekonzept für Rheinland-Pfalz haben wir dafür die ersten Weichen gestellt." Es sei ein zentraler Baustein zur Erreichung des Klimaschutzziels 'klimaneutrales Rheinland-Pfalz' bis 2050.

Trier bezeichnete die Ministerin als Modellregion für die Wärmewende. "Die Wärmestudie für die Region Eifel und Trier bildet hierfür die Grundlage: Mit 24 konkreten Maßnahmen in fünf Handlungsfeldern." So wolle man durch die interkommunale Zusammenarbeit bei der Wärmewende, einer höheren Anzahl an Nahwärmenetzen auf Basis von erneuerbaren Energien oder der Erschließung von regionalem Biogas die Wärmeversorgung der Region dekarbonisieren und die Effizienz steigern. Eine neu zu schaffende Koordinierungs- und Beratungsstelle solle die lokale Wärmewende weiter stärken, so die Ministerin.

Auf dem Programm des Wärmewendekongresses standen neben der Betrachtung der Wärmestudie Region Trier, die Vorstellung des Neubaus der Handwerkskammer Trier, Themen wie Nahwärmenetze, Quartierskonzepte und Sanierungsmanagement sowie das KlikK aktiv-Projekt der Energieagentur Rheinland-Pfalz, das Klimaschutz und Ehrenamt verbindet. Zum Kongress waren rund 70 Interessenten gekommen.