20.02.2017

Wärmekonzept: Energieagentur wird Schwerpunkt für die Wärmewende in Rheinland-Pfalz setzen

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Das Umweltministerium (MUEEF) hat heute ein Wärmekonzept für Rheinland-Pfalz vorgestellt. Dafür sind in den Jahren 2017 und 2018 jeweils rund vier Millionen Euro Landesmittel vorgesehen, ergänzt durch 1,9 Millionen Euro EU-Mittel. Ministerin Ulrike Höfken betonte bei der Vorstellung, die Energieagentur Rheinland-Pfalz werde im Auftrag des Landes einen Schwerpunkt für die Wärmwende setzen:"Ohne Wärmwende können wir unsere Klimaschutzziele nicht erreichen", sagte Höfken.

Der Geschäftsführer der Energieagentur, Thomas Pensel, erklärte: „Wir beraten und informieren über Förderangebote auf Bundes- und Landesebene und geben insbesondere Kommunen mit dem Opens external link in new windowNahwärmeleitfaden Hilfestellungen zur Realisierung von Nahwärmenetzen.“

„Mit unserem Wärmekonzept für Rheinland-Pfalz bündeln wir Maßnahmen, die zur Energieeinsparung und Umstellung der Wärmeversorgung auf Erneuerbare Energien beitragen. Davon profitierten nicht nur Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch die Verbraucher, Kommunen und Handwerksbetriebe. So werden Kosten gespart, die regionale Wertschöpfung gesteigert und es macht uns unabhängiger von teuren fossilen Energien“, erklärte die Umwelt- und Energieministerin weiter.

Das Wärmekonzept umfasst Bereiche von energetischer Quartiers- und Gebäudesanierung, Nahwärmenetze, die Förderung effizienter Öfen bis zur Verknüpfung von Strom und Wärme vor Ort.

Wärme für Gebäude

Die Wärmeversorgung der Gebäude ist in Deutschland allein verantwortlich für 35 Prozent des Endenergieverbrauchs. Wer mit Holz und nachhaltigen Dämmmaterialien baut, spart klimaschädliches CO₂ ein. Mit der Veranstaltungsreihe „Dialog Gebäude“ fördert das Land den Austausch von Handwerkern und Akteuren am Bau. Zudem komme der Verbraucherberatung eine große Bedeutung zu. Insbesondere private Haushalte können sparen, denn sie verbrauchen knapp 81 Prozent ihrer gebäuderelevanten Energie für Raumwärme.

Bereich Quartierskonzepte

„Wir wollen auch die Kommunen bei der Erstellung von energetischen Quartierskonzepten unterstützen. Und damit es nicht bei Konzepten bleibt, stellen wir zudem eine Förderung für Sanierungsmanager bereit“, so Höfken.

"1000-Öfen-Programm"

In Rheinland-Pfalz werden etwa 575.000 Einzelfeuerstätten betrieben. Davon sind 40 Prozent älter als 20 Jahre. „Wir wollen daher die Bürgerinnen und Bürger darin unterstützen, viele der alten Öfen durch effiziente Kaminöfen zu ersetzen, die über Wirkungsgrade von mindestens 82 Prozent verfügen“, so die Ministerin. Ein entsprechendes Förderprogramm soll noch in diesem Jahr aufgelegt werden.

Nahwärmenetze

Eine finanzielle Unterstützung beim Bau von Nahwärmenetzen können Kommunen im Rahmen des LandesförderprogrammsOpens external link in new window „Zukunftsfähige Energieinfrastruktur“ (ZEIS) erhalten. Damit können Gemeinden davon profitieren, regional verfügbare Erneuerbare Energien wie Biomasse, solare Energie oder industrielle Abwärme zur Wärmeversorgung vor Ort zu nutzen.