04.04.2013

Wärmedämmung: Alles Lüge?

Die Tageszeitung Die Welt hat am 30. März in einem  Artikel „Die große Lüge von der Wärmedämmung“ behauptet, energieeffiziente Sanierung würde sich nicht rechnen. Diese vermeintliche „Lüge“ hat allerdings äußerst kurze Beine.

Der Autor des Welt-Beitrags hat sich auf eine aktuelle Studie des Prognos-Instituts für die staatlich geförderte KfW Bankengruppe gestützt. Erst gestern hat die KfW-Bank auf ihrer Website mit Bezug auf die genannte Studie klargestellt: „Die Energiekostenersparnis finanziert die energieeffizienzbedingten Mehrausgaben für eine Sanierung. Für die Wirtschaftlichkeitsanalyse energetischer Sanierungen zählen die energieeffizienzbedingten Mehrausgaben im Vergleich zur Energiekostenersparnis.“ Die Prognos-Studie zeigt auch, dass die Energiekostenersparnis aus mit KfW-Mitteln finanzierten Sanierungen sogar noch einen Teil der allgemeinen Renovierungskosten deckt, die ohnehin im Rahmen einer Sanierung anfallen (Energiekostenersparnis 361 Mrd. EUR, energieeffizienzbedingte Mehrausgaben 237 Mrd. EUR).

Energieeffizientes Bauen und Sanieren schaffen darüber hinaus weiteren volkswirtschaftlichen Nutzen, zum Beispiel:

  • Sicherung von 200.000-300.000 Beschäftigten pro Jahr, vor allem im regionalen Handwerk
  • Kumulierte CO2-Reduktion in Höhe von 67 Mio. t pro Jahr
  • Höhere Steuereinnahmen aus Wachstum und Beschäftigung (95 Mrd. EUR) als Fördermitteleinsatz (66 Mrd. EUR)

Grundsätzlich gilt, dass Hauseigentümer und Mieter unmittelbar von einer Wärmedämmung ihres Hauses profitieren können. Durch energetische Sanierungen bestehender Gebäude wurden sowohl im Projekt „Niedrigenergiehaus im Bestand“ der dena als auch im rheinland-pfälzischen Förderprogramm für hochenergieeffiziente Gebäude regelmäßig Energieeinsparungen von bis zu 80 Prozent im Vergleich zum unsanierten Zustand erzielt!