18.09.2015

Von klimafreundlichem Genuss bis Energieeffizienz in Bildungsgebäuden

Angebote für Unternehmer, Fachleute & klimabewusste Gourmets, das bot die Aktionswoche „Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie“ gestern vielen Bürgern im Land. Impressionen vom gestrigen Tag sind in der Bildergalerie zu finden.

„Hidden Champion“ im Glantal

Stefan Klinck und sein Team vom Waldhotel Felschbachhof bieten klimaneutralen Genuss auf der ganzen Linie. Das vegetarische Spezialmenü zur Aktionswoche „Klimalight in 3 Gängen“ und Elektroauto-Schnuppertouren sind dabei nur die Spitze des Eisbergs: der biozertifizierte Gastro-Betrieb und „Slow Food“-Pionier ist eines der wenigen „Klima-Hotels“ in Deutschland und verkleinert gezielt seinen CO2-Fußabdruck, zum Beispiel durch LED-Beleuchtung, Vollwärmeschutz und zwei hocheffiziente Blockheizkraftwerke.

Am Energie-Puls der Zeit: Energiemanagement für Unternehmen

In der Kaiserslautern hieß es für Unternehmen gestern: „Am Energie-Puls der Zeit: Informationen zum  Energieaudit & -Management“. Die Referenten gaben den Teilnehmern Handlungsempfehlungen zur Durchführung und Umsetzung von Energieaudits mit auf den Weg und zeigten Fördermöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen auf. Außerdem gewannen die Teilnehmer einen Einblick in das Energiewende-Projekt des Gastgebers: Das Hotel-Restaurant Barbarossahof hat durch Installation eines Blockheizkraftwerks eine erhebliche Energie- und Kosteneinsparung erreicht.

Energieeffizienz in Bildungsgebäuden

40 Prozent des Energieverbrauchs von Gebäuden entfallen auf Nichtwohngebäude. Um das Thema Energieeffizienz in Nichtwohngebäuden zu unterstreichen, hat die Energieagentur Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der EnergieEffizienzAgentur Rhein-Neckar das Fachforum „Energieeffizienz in Bildungsgebäuden“ veranstaltet. Neben Energieeinsparpotenziale von Nichtwohngebäuden sind die Referenten auch auf die Themen Contracting und Förderung eingegangen.

Ahrweiler Schulen setzen auf energiesparende Heizungssysteme

In Ahrweiler hat der Landrat Dr. Jürgen Pföhler gestern die Ausstellung „Regenerative Energieträger an Schulen des Kreises Ahrweiler" eröffnet. Die Plakatwände informieren mit Texten, Fotos und Grafiken über konkrete Techniken an Schulen in Kreisträgerschaft wie etwa energiesparende Heizungssysteme. Eine Heizanlage veranschaulicht, wie die Holzpellets in die Brennkammer transportiert werden. Bei den Energieträgern wird verstärkt auf heimische Produktion gesetzt. So stammen die verwendeten Hackschnitzel aus dem Stadtwald Bad Neuenahr-Ahrweiler.

In vier Schritten zum Profit: Mit innovativer Anlagetechnik

Wärmpumpentechnik, Wohnraumlüftung und Photovoltaik waren die Themen des Beratertags im RWE-Schulungszentrum in Saffig, wo sich neben privaten Interessenten auch viele Fachleute informierten. „Beraten, Planen, Bauen, Profitieren“, brachte Referentin Marile Werland von der RWE Vertrieb AG den Weg zu einer erfolgreichen Umsetzung von Sanierungs- und Bauvorhaben auf den Punkt. Viele Fragen gab es zur optimalen Nutzung von selbst erzeugtem Solarstrom. „Mit einem abgestimmten System aus Stromerzeugung und Speicherung können die Stromkosten von Haushalten um bis zu 70 Prozent gesenkt werden“, sagte Werland.  

Erste Brennstoffzelle im Westerwald

Vor etwa einem Jahr integrierte die Verbandsgemeindeverwaltung Wallmerod nach Sanierungsmaßnahmen am Rathaus eine Brennstoffzelle in ihr Energieversorgungssystem. Eine Pionierleistung für die Region. Am Mittwoch konnten sich Interessierte ein Bild von der außergewöhnlichen Technik verschaffen. Bürgermeister Lütkefedder zeigt sich nach einem Jahr sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Brennstoffzelle: „Die Technik hat das gehalten, was uns versprochen wurde.“

„Smart Villages“: Energieversorgung der Zukunft

In Alzey hat der Landkreises und das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) den Grundstein zur Gestaltung von ökonomisch tragfähigen Lösungsansätzen zur zukunftsfähigen Dorfentwicklung gelegt. Dr. Reis des IfaS präsentierte den Besuchern die „Smart Villages“ Projektidee: Im ländlichen Raum wird immer mehr Geld für Energie ausgegeben, da der demographische Wandel die Einwohnerzahlen sinken lässt - trotzdem muss die gleiche Infrastruktur aufrecht erhalten werden. Die Lösung könnte in dezentralen Energiesystemen liegen, die eine zukunftsfähige Infrastruktur darstellen könnten.