16.09.2015

Vielfältige Veranstaltungen am 5. Tag der Aktionswoche

Auftakt "Cleveren Verbrauch kannst du auch!" Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz/Uwe Völkner

Auch am fünften Tag der Aktionswoche „Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie“ haben wieder viele Kommunen, Unternehmen, weitere Institutionen und Bürger gezeigt, mit wieviel Engagement sie die Energiewende vor Ort umsetzen. Fotoimpressionen vom gestrigen Aktionswoche-Tag sind hier abrufbar.

Auftakt „Cleveren Verbrauch kannst du auch!“

Beim Auftakt der Energiesparkampagne „Cleveren Verbrauch kannst du auch!“ am 15. September in Obrigheim erläuterte Wirtschaftsstaatssekretär Uwe Hüser die Bedeutung des Energiesparens für die Energiewende. Mit der Umstellung auf LED Straßen- und Innenbeleuchtung sowie durch ein Blockheizkraftwerk im Rathaus hat die Verbandsgemeinde schon wichtige Schritte eingeleitet. Wie jeder einzelne Bürger einen Beitrag zum Energiesparen und Klimaschutz leisten kann, erläuterte Oliver Decken von der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Durch einen Test konnten die Teilnehmer feststellen, wieviel Wasser und Energie sie beim Duschen sparen können. Einige der 20 Besucher wollten gleich losziehen und das zuhause ausprobieren.

Interkultureller Austausch: Bei der Klimaschutzkonferenz mit Partnerstädten

Die Stadt Frankenthal setzte gestern während der Aktionswoche „Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie“ ein Zeichen zum gegenseitigen interkulturellen Austausch. Gemeinsam mit ihren Partnerstädten, kommunalen Vertretern und jeweiligen Fachexperten tauschten sich die Teilnehmer aus Belgien, Frankreich, England, Polen und Deutschland zu unterschiedlichen Themen wie energetische Gebäudesanierung, energieeffiziente Straßenbeleuchtung, kommunales Energiemanagement oder umweltfreundliche Beschaffung aus. Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, bezeichnet das Engagement Frankenthals als gutes Beispiel dafür, wie die globale Herausforderung des Klimawandels partnerschaftlich angegangen werden kann.   

Heizungskesseltauschkampagne: „Der Alte muss raus“

Rund 50 Gäste waren gestern der Einladung der Klimaschutzkampagne Altenkirchen „Der Alte muss raus“ in den Ratssaal des Kreishauses gefolgt. Klimaschutzmanager Stefan Glässner erläuterte den Interessenten die aktuelle Kampagne: Gemeinsam mit den teilnehmenden Installateuren, Handwerksbetrieben und Brennstofflieferanten bietet Altenkirchen Bürgern einen Bonus für den Austausch des Heizungskessels an. Außerdem wurden die Fördermittel des Bundes vorgestellt.

Energieeffizienz von Kälteanlagen

Gemeinsam mit der IHK Trier stellte die Energieagentur Rheinland-Pfalz gestern das Thema energieeffiziente Kühl- und Kältetechnik in den Fokus eines Praxisworkshops für Unternehmer. Während der Aktionswoche bekamen sie einen Überblick über Energieeinsparpotenziale bei der Planung, dem Betrieb und der Optimierung von Kühlanlagen. Neben der klassischen Kompressionskältemaschine hat Dr. Frank Scholzen von der Uni Luxemburg auch alternative Systeme vorgestellt, wie z.B. das Kühlen mit Abwärme und die freie Kühlung. Holger Kühl vom Ingenieurbüro KühlAnalyse zeigte am Beispiel der Kälteanlage der IHK Trier auf, wie die Effizienz einer Anlage gemessen und bewertet werden kann.

Intelligente und effiziente Versorgung mit Strom und Wärme

Kraft-Wärme-Kopplung, Energiemanagement und Gebäudeleittechnik: Die Geschwister de Haye´sche Stiftung, älteste Altenpflegeeinrichtung im Raum Koblenz, erzeugt mit einem Blockheizkraftwerk  (BHKW) Strom und Wärme und nutzt damit den eingesetzten Energieträger Gas mit einem Wirkungsgrad von rund 90 Prozent. „Die Anlage wird von der Energieversorgung Mittelrhein AG als Contractor betrieben“, so Uwe Tykfer, Technischer Leiter, bei der gestrigen Besichtigung. „Den mit einer elektrischen Leistung von 50 kW erzeugten Strom verbrauchen wir selbst. Das BHKW deckt außerdem mit einer thermischen Leistung von 95 kW die Grundlast des Wärmebedarfs für Warmwasser und Heizung für unsere mehr als 300 Bewohner und 200 Mitarbeiter. Wenn der Bedarf darüber liegt, werden zwei hocheffiziente Gasbrennwertkessel zugeschaltet“, berichtet Tykfer.

Auftakt der Binger-Energiewoche

Den Auftakt zur „Binger Energiewoche“ machte gestern eine Exkursion zum 1907 errichteten Wasserwerk Bingen-Gaulsheim, das sich heute ganz modern über Sonnenenergie und Wasserkraft mit Strom versorgt. Die Wasserkraftturbine der Stadtwerke Bingen nutzt den Druck aus einer Trinkwasserzuleitung zur Stromproduktion. Möglich macht dies der hohe Vordruck in Höhe von 14 bar, mit dem das Trinkwasser vom Vorlieferanten, der Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH, in Bingen ankommt. Das Wasser durchströmt eine Turbine, die wiederum einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. „Ein ganz einfaches Prinzip", wie Marco Mohr, Technischer Werkleiter der Stadtwerke Bingen, betonte.

Die Aktionswoche "Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie" findet noch bis zum 19. September mit über 120 Veranstaltungen im ganzen Land statt.