VG Leiningerland ersetzt zwei weitere Dienstfahrzeuge durch Elektroautos

Die Verbandsgemeinde Leiningerland stellt ihren Fuhrpark weiter systematisch auf alternative Antriebe um. Heute stellte sie zwei neue E-Autos vor, von denen eines an der Verwaltung in Grünstadt und eines bei den Verbandsgemeindewerken in Hettenleidelheim für Dienstfahrten zur Verfügung stehen wird. Ein weiteres Elektroauto ist in dem PKW- Fuhrpark, der insgesamt aus sieben Autos besteht, bereits seit zwei Jahren im Einsatz. "Wir müssen ein Voranschreiten des Klimawandels aufhalten und hier vor Ort im Kleinen beginnen, Maßnahmen zu ergreifen, die Zeit ist mehr als reif", unterstrich Bürgermeister Frank Rüttger. Die mit fossilen Kraftstoffen angetriebenen Fahrzeuge nach und nach zu ersetzen, sei eine von vielen Möglichkeiten, und man zeige auch nach außen, dass E-Mobilität funktioniert: "Unsere Mitarbeiter buchen das E-Auto für ihre Dienstfahrten sehr gerne und sind inzwischen überzeugt von den Vorteilen." Um das Thema nach außen zu tragen, habe man bewusst eine auffällige Beklebung der Autos gestaltet.

Ein öffentlicher Ladepunkt vor der VG-Verwaltung in Grünstadt und zwei vor der Verwaltung in Hettenleidelheim stehen nun der Öffentlichkeit zur Verfügung, zwei weitere Ladepunkte befinden sich in den Dienstgaragen und werden verwaltungsintern genutzt. Bis zu 22 kW Ladeleistung können hier abgerufen werden. "Wir bieten zunächst kostenloses Laden an, auch als Anreiz für unsere Bürger", so Rüttger.

Eigene Photovoltaikanlagen direkt auf den Garagen der Dienstfahrzeugen erzeugen Ökostrom, über den bilanziell der Strombedarf für die Dienst-E-Autos abgedeckt wird. Jedes der beiden neuen E-Autos vom Typ Renault Zoe wurde für 27.000 Euro angeschafft, die Installation der insgesamt fünf Ladepunkte schlug mit 17.000 Euro zu Buche. "Dafür haben wir 20.000 Euro Fördermittel erhalten", erklärte Klimaschutzmanager Pascal Stocké.

Das vorbildhafte Vorangehen der Verbandsgemeinde bei der sukzessiven Umstellung auf Elektroantriebe im Fuhrpark hob Isa Scholtissek von der Energieagentur Rheinland-Pfalz hervor. "Wir hoffen, dass wir möglichst viele weitere Kommunen dazu motivieren können, es der VG Leiningerland gleich zu tun." Der Bund unterstützt den Aufbau öffentlicher Ladeinfrastruktur, aktuell ist eine neue Fördermittelrichtline veröffentlicht worden. Die Verbandsgemeinde Leiningerland steht als eine von vier Kommunen im Projekt Kommunalelektrisch anderen Gemeinden, die sich über die Möglichkeiten und besten Vorgehensweisen bei der Umstellung auf E-Mobilität informieren wollen, als "Pate" zur Verfügung. Die Verbandsgemeinde Freinsheim etwa nahm dieses Angebot vor einigen Monaten in Anspruch und erhält nun in Kürze ihr erstes Elektroauto für den kommunalen Fuhrpark.