29.10.2015

Verfahrensvereinfachungen für KMU bei der Überprüfung der Energieeffizienzmaßnahmen nach der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung

Die Deutsche Akkreditierungsstelle und die Deutsche Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH haben im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Verfahrensvereinfachungen zur Nachweisführung für kleine und mittlere Unternehmen, die den sogenannten Spitzenausgleich in Anspruch nehmen, veröffentlicht.

Danach kann künftig zwischen zwei Verfahren gewählt werden:

1.       2-Jahres-Intervall (insbesondere für Unternehmen mit einem Standort)

Eine Vor-Ort-Prüfung durch den Gutachter muss nur alle zwei Jahre erfolgen. In den Zwischenjahren ist eine dokumentenbasierte Prüfung ausreichend.

2.       Multi-Site-Verfahren / Stichprobenregelung nach DAkkS 71 SD 6 013 (insbesondere für Unternehmen mit mehreren Standorten)

Hierbei erfolgen jährliche Vor-Ort-Audits in der Unternehmenszentrale sowie eine jährliche Stichprobenauswahl. Innerhalb von vier Jahren müssen alle Standorte geprüft werden.

Hinweis: Es gilt die Wesentlichkeitsgrenze von 10 % für zu untersuchende Standorte mit Nachweis gemäß Tabelle 1. Eine Kombination aus beiden Verfahren ist nicht möglich. Bei wesentlichen Änderungen (Energieeinsatzmengen, Energieträgerwechsel, Unternehmensstrukturänderungen) hat eine Vor-Ort-Begutachtung stattzufinden.

Die gemeinsame Verfahrensregelung mit allen Details und Beispielen der Anwendung.