Verdopplung der vollelektrischen Fahrzeuge im Landkreis Altenkirchen seit Jahresbeginn

Die Elektroautos der Kreisverwaltung Altenkirchen im alltäglichen Einsatz.

Die Zahl der Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen steigt stetig. Zum 1. Januar 2018 meldet das Kraftfahrtbundesamt 98.280 Elektrofahrzeuge (davon 53.861 vollelektrische Fahrzeuge (BEV) und 44.419 Plug-In-Hybride (PHEV). Runtergebrochen auf den Landkreis Altenkirchen waren es zu diesem Zeitpunkt 91 Elektrofahrzeuge (48 BEV und 43 PHEV). Das bedeutet einen Anteil von 0,112 Prozent an den Gesamtzulassungen im Kreis (81.263 Pkw). Eine aktuelle Nachfrage bei der Zulassungsstelle in Altenkirchen (Stichtag 9.10.2018) zeigt inzwischen 170 Elektrofahrzeuge (100 BEV, 70 PHEV) im Landkreis.

Die Kreisverwaltung Altenkirchen hat aktuell sechs Elektrofahrzeuge im Fuhrpark. Davon sind zwei vollelektrische Fahrzeuge, die anderen vier sind Plug-In-Hybride. Grundsätzlich prüft die Kreisverwaltung regelmäßig, ob eine wirtschaftliche Beschaffung von Elektrofahrzeugen möglich ist, bspw. mit Unterstützung durch das Förderprogramm des BMVI.

Die beiden vollelektrischen Fahrzeuge sind seit Jahresbeginn jeweils rund 7000 km gefahren. Die Mitarbeiter, die die Fahrzeuge nutzen, sind sehr angetan von den Fahrzeugen. Die Reichweite der Fahrzeuge (im realistischen Fahrgebrauch sind das beim VW eGolf etwa 220 km, beim Kia Soul EV rund 180 km) stellt für die Dienstfahrten kein Problem dar. Auch Fahrten nach Mainz oder nach Simmern im Hunsrück wurden problemlos absolviert. Dennoch gibt es bei vielen Mitarbeitern nach wie vor unbegründete Vorbehalte gegenüber der neuen Technologie; einige möchten allerdings auch schlichtweg kein Automatikgetriebe steuern – Elektroantrieb hin oder her. Um die Berührungsängste mit den Elektroautos weiter abzubauen, wird das Klimaschutzmanagement des Landkreises gemeinsam mit der Energieagentur demnächst eine Nutzerschulung für die Mitarbeiter anbieten, bei der die Sorgen vor zu geringer Reichweite und dem Nachladen genommen werden sollen.