Verbandsgemeinde Stromberg entscheidet sich für Energiespar-Contracting

Die Solarthermie-Freiflächenanlage in Neuerkirch-Külz wurde auch über Energiespar-Contracting finanziert.

Vergangene Woche beschloss der Verbandsgemeinderat an einem Pilotprojekt der Energieagentur Rheinland-Pfalz teilzunehmen. Mit Hilfe des Energiespar-Contractings sollen das Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Stromberg sowie die Grundschule Schwepphausen energetisch saniert werden. Mit einer modernisierten Heizungsanlage, einer verbesserten Beleuchtung und optimierten Gebäudeleittechnik werden die Energiekosten im Verwaltungsgebäude um 30 Prozent und in der Grundschule um 20 Prozent sinken. Laut Prognose könnte die Kommune somit jährlich rund 6.700 Euro einsparen. Um die Maßnahmen umzusetzen, muss die Verbandsgemeinde selbst kein Geld investieren. Denn die Kosten für die Umbaumaßnahmen und die Wartung werden über das Energiespar-Contracting, einem neuen Finanzierungsmodell für kommunale Effizienz-Maßnahmen, gestemmt. Die Verbandsgemeinde muss lediglich ein Grundgutachten erstellen und Personal einplanen.

Das Energiespar-Contracting läuft folgendermaßen ab: Ein von der Kommune beauftragter Contractor ermittelt das vorhandene Einsparpotenzial der kommunalen Liegenschaften. Schließlich entwickelt er individuell auf die Gebäude abgestimmte Lösungen zur effizienteren Nutzung von Energie. Dabei plant, realisiert und finanziert der Contractor die Sanierung eigenhändig. Im Gegenzug bekommt er für seine Dienstleistungen und die getätigten Investitionen von der Kommune einen Teil der Einsparungen. Auf diese Weise refinanziert der Contractor seinen Aufwand. Der andere Teil der Einsparungen bleibt dem Gebäudeeigentümer als Gewinn.

Energiespar-Contracting ist somit die optimale Lösung für finanzschwache Kommunen, die die Strom- und Wärmekosten ihrer Gebäude senken wollen. Die Kommune spart ab dem Tag des Vertragsbeginns, da sie nicht selbst investieren muss. Zusätzlich profitiert sie von Beginn an von den reduzierten Energieverbrauchskosten.