18.08.2017

Unternehmer-Frühstück: Energie einkaufen oder doch selber produzieren?

Bild (v.l.): Rainer Raabe (ITEX Gaebler-Industrie-Textilpflege GmbH & Co. KG), Dr. Fabian Theis (Wilhelm Theis GmbH), Stefanie Weber (Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH), Eva Reiter (ITEX Gaebler-Industrie-Textilpflege GmbH & Co. KG), Katharina Schlag (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH), Dr.-Ing. Susanne Veser (Björnsen Beratende Ingenieure GmbH), Landrat Achim Schwickert, Peter Müller (Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH) Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz

Energie – einkaufen oder selber machen? Diese Frage beschäftigte die Gäste beim diesjährigen Unternehmerfrühstück in Heiligenroth. Unter dem Titel „Zahlst Du noch oder sparst Du schon? Die Energiekosten im eigenen Betrieb reduzieren!“, hatten die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (WFG) und das Regionalbüro Westerwald der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH eingeladen.

Die Eigenversorgung mit Strom und Wärme in Betrieben lohnt sich, lautete die zentrale Botschaft der Referenten. Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz können die Betriebskosten nachhaltig senken und zu einem Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen werden. Gleichzeitig profitieren die Umwelt und das Klima. Wie die Strom- und Wärmewende im eigenen Unternehmen aussehen kann, zeigt das Praxisbeispiel der Firma ITEX Gaebler-Industrie-Textilpflege: Mehr für die Umwelt zu tun, ist ein wichtiges Anliegen der ITEX-Geschäftsführung. In ihrem Betrieb in Heiligenroth erzeugt das Unternehmen nahezu 50 % des anfallenden Strombedarfs über das firmeneigene Blockheizkraftwerk und einer Photovoltaikanlage selbst. Die Wärmeerzeugung für das Waschwasser in der Wäscherei übernimmt eine solarthermische Anlage. Durch die umgesetzten Maßnahmen lassen sich rund 220 t Treibhausgasemissionen pro Jahr einsparen.

Landrat Achim Schwickert betonte, dass Energieeffizienz sei wichtigt, deren Umsetzung müsse aber immer auch wirtschaftlich betrachtet werden. Daher seien Informationen, wie sie im Rahmen des Unternehmerfrühstücks angeboten würden, eine gute Orientierungshilfe.

Informationen über Förderprogramme

Zudem können Förderprogramme des Bundes und des Landes dabei helfen, die Umsetzung der Maßnahmen wirtschaftlicher zu gestalten. Über aktuelle Fördermöglichkeiten in den Bereichen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien informierte Peter Müller, Referent der Energieagentur Rheinland-Pfalz.

Opens internal link in current windowZum Fördermittelkompass der Energieagentur Rheinland-Pfalz

Die KMU-Energiekarawane der Energieagentur deckt Effizienzpotenziale in Unternehmen auf

„Welche Energieeffizienzpotenziale in Ihrem Unternehmen stecken, können Sie mit Hilfe der KMU-Energiekarawane herausfinden“, so Stefanie Weber, Referentin der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH. Kernstück der Energiekarawane ist eine kostenfreie und individuelle Energiekurzberatung vor Ort im Betrieb. Ohne bürokratischen Aufwand oder lange Vorbereitung seitens des Betriebes steht nach einem Rundgang durch den Betrieb fest, ob und wenn ja, welche Energieeinsparmöglichkeiten bestehen und ob es sich für den Betrieb lohnt, entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Die Energiechecks führen ausschließlich qualifizierte, anbieter- und produktneutrale Energieberater durch. Interessierte Betriebe können sich im Westerwaldkreis noch bis zum 28. August bei Stefanie Weber Tel.: 0631/20575-7141, E-Mail: stefanie.weber(at)energieagentur.rlp(dot)de oder über die Opens external link in new windowHomepage der Energieagentur anmelden.

Katharina Schlag von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH und Moderatorin des Unternehmerfrühstücks zeigte sich erfreut über das rege Interesse an der Veranstaltung: „Die gute Resonanz zeigt, dass viele Unternehmen, sich bereits mit der Umgestaltung der Strom- und Wärmeversorgung im Betrieb beschäftigen. Es lohnt sich dabei immer, kreativ über die Dinge nachzudenken und sich mit kompetenten Beratern zusammenzusetzen“. Die Vorträge der Veranstaltungen sind abrufbar auf der Homepage der Opens external link in new windowWirtschaftsfördungsgesellschaft Westerwaldkreis.