Umwelttag in Strüth wirbt für Solarstrom

Daniel Bannasch visualisierte seinen Vortrag auf einem Bierdeckel. (Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz)

Ein Bierdeckel war der Star des Tages. Als Daniel Bannasch, Geschäftsführer des Mannheimer Netzwerks MetropolSolar Rhein-Neckar, mit seinem einstündigen Vortrag zum Ende kam, war der Bierdeckel mit neun kleinen Zeichnungen gefüllt und das Publikum im Saal sichtlich beeindruckt. Bannaschs Referat war der Höhepunkt des Umwelttages in Strüth, der am Wochenende schon zum sechsten Mal Besucher in das Taunusdorf zog.

Ortsgemeinde, die Genossenschaft Oberes Mühlbachtal (EGOM) und die Energieagentur Rheinland-Pfalz veranstalten gemeinsam dort jährlich einen Umwelttag, nur im vergangenen Jahr hatte er Corona-bedingt ausfallen müssen. Unter 3-G-Auflagen durfte die „Tradition“ nun wiederaufleben. Und traditionell standen Photovoltaik und E-Carsharing thematisch im Mittelpunkt.

Denn die Strüther zählen zu den Vorreitern bei der strategischen Nutzung von Sonnenenergie. EGOM vermarktet Strom aus Solaranlagen und unterhält mittlerweile vier Carsharing-Autos, sämtlich mit Solarstrom betrieben. Verbandsgemeinde und Rhein-Lahn-Kreis sind bewusst ebenfalls Genossenschaftsmitglieder.

Jeder kann etwas beitragen

Um die Nutzung von Sonne und Wind drehten sich auch die Fachvorträge des Tages – von Praxis-Beispielen wie dem Einsatz eines Lasten-E-Bikes im Forstbetrieb bis hin zu den großen Fragen, auf die Daniel Bannasch eine unmissverständliche Antwort gab: Die direkte Verwertung der Sonneneinstrahlung, also ohne den Umweg etwa über den Anbau von Energiepflanzen, sei um ein Vielfaches effizienter und deshalb der einzig erfolgversprechende Weg, schnellstmöglich den Klimawandel noch zu begrenzen.

Dass jeder Einzelne dazu etwas beitragen kann, hatte Ortsbürgermeister Heiko Koch schon bei der Begrüßung deutlich gemacht. Sichtbar wurden diese Möglichkeiten an den Infoständen im Hof des Gemeindehauses und auf dem abgesperrten Straßenstück davor: mit einer Parade von rein batterie-elektrisch betriebenen Autos – vom über 130.000 Euro teuren Tesla bis zu alltagsgerechteren Kleinwagen, Stadtautos und Transportern bis zum Motorrad.