10.08.2016

Umweltfreundlich den Zweitwagen ersetzen - Bürgermeister setzt auf E-Mobilität

Bürgermeister Albert Jung mit seinem E-Fahrzeug

VG-Bürgermeister Albert Jung nutzt Elektromobilität aus Überzeugung

Zwei Jahre ist es nun schon her, dass der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kaisersesch, Albert Jung auf der Hannover-Messe 2014 die Elektromobilität für sich entdeckte. „Ich bin sehr naturverbunden und war von der Idee, ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug mit elektrischem Antrieb einzusetzen, direkt begeistert“, erinnert sich der Diplom-Forstingenieur. Denn die Vorteile der emissionsarmen Elektromobilität liegen für ihn klar auf der Hand: Neben der Tatsache, dass er mit seinem GOES-Elektro-UTV umweltfreundlicher unterwegs ist als mit der Kraftstoffvariante und sich den Weg zur Tankstelle spart, betont Jung die nahezu geräuschlose Arbeitsweise sowie die langfristige Kosteneinsparung. Durch das leise Lastenfahrzeug werden Tiere, wie zum Beispiel seine drei Pferde, nicht erschreckt und sehen dem heranrollenden Fahrzeug eher freudig entgegen, da auf der Ladepritsche das mitgebrachte Futter lockt.

 „Außerdem lade ich mit Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage. Der ist nicht nur kostenlos, sondern auch noch sehr sauber“, erläutert der VG-Bürgermeister. Für ihn stellt diese Lade-Variante die bestmögliche dar, die er anderen Nutzern uneingeschränkt empfiehlt.

Einschränkungen ergeben sich für ihn durch die Nutzung eines Elektrofahrzeugs keine, zumal sich mit dem 14 PS starken Gefährt auch problemlos Vieles transportieren lässt: Ob Zaunpfähle, Stroh mit dem Anhänger, Grünschnitt aus dem Garten oder die Bienenkästen seiner Frau, die Imkerin ist. Sogar Jungs 77-jährige Mutter nutzt den GOES für private Fahrten, denn die erhöhte Ein- und Ausstiegsposition des Modells ist gerade für Menschen in dieser Altersgruppe durchaus von Vorteil. Somit ersetzt das Lastenfahrzeug sogar den Zweit-PKW in der Familie. Mit einer Reichweite von etwa 80 Kilometern, die von Wegbeschaffenheit und Zuladung abhängt, kann Familie Jung alle Fahrziele in der Natur sowie im näheren Umkreis erreichen.

Bei diesen eigenen positiven Erfahrungen mit Elektromobilität wundert es nicht, dass der VG-Bürgermeister einen Umstieg auf diese umweltfreundlichere Form der Fortbewegung auch in seiner Kommune begrüßt: „In der Verbandsgemeinde-Verwaltung ist derzeit schon in Planung, dass wir ein E-Auto als Dienstfahrzeug anschaffen werden“, erzählt Jung. „Und eine Ladesäule gibt es hier in Kaisersesch am Mehrgenerationenhaus.“ Letztgenannter Punkt ist aus seiner Sicht jedoch nicht der entscheidende im Hinblick auf die Zukunft der E-Mobilität, da die meisten Elektroautos zu Hause oder auf der Arbeit aufgeladen werden. Viel wichtiger sei hingegen, das Anreizsystem für den Kauf eines E-Autos zu optimieren und dass generell ein Umdenken hin zu kleineren Fahrzeugen einsetzt. Denn nur auf diesem Weg lassen sich auch die Ziele der Pariser Klimakonferenz erreichen. Deshalb würde Albert Jung jedem Bürgermeister-Kollegen, der ihn fragt, warum er auf E-Mobilität setzen soll, antworten: „Weil Klimaschutz eine Investition ist, die sich immer lohnt – insbesondere für unsere Kinder, denen wir das schuldig sind.“

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