Umwelt und Klimaschutz als Thema beim 6. Sonntagsgespräch der Reiler SPD

Auf dem Foto: u.a. Maximilian Kinn, Mitarbeiter der Energieagentur Rheinland-Pfalz (2. von rechts) und Wilfried Grooten, der ehrenamtliche Klimaschutzpate der Gemeinde Reil, (3. von rechts). Bildquelle: Ortsgemeinde Reil / Dagmar Barzen

Als einen großen Erfolg werten die Veranstalter das „6. Sonntagsgespräch der Reiler SPD“, diesmal mit dem Themenschwerpunkt „Umwelt- und Klimaschutz auf dem Dorf“. Im Rahmen des Projektes „Klimaschutz in kleinen Kommunen durch ehrenamtliche Klimaschutzpaten (KlikK aktiv)“ unterstützt die Energieagentur Rheinland-Pfalz kleine Gemeinden bei ihren Bemühungen zur Energiewende vor Ort beizutragen. Die Reiler SPD hatte bereits im vergangenen Jahr erstmals zu diesem Themenschwerpunkt eine öffentliche Veranstaltung organisiert, die nun mit konkreten Beispielen vertieft wurde.

40 Teilnehmer, darunter Ortsbürgermeisterin Schnabel mit ihren Amtskollegen Steinbach aus Briedel und Nilles aus Pünderich, erlebten interessante Vorträge der Experten. Die Themen des Sonntagsgesprächs waren bezahlbare Alternativen zur Ölheizung, alternative Energiekonzepte sowie Elektroautos und Carsharing im Dorf.  Mehr Solar- und Photovoltaikanlagen, Dorfwärmemodelle und Car-Sharing-Systeme mit Elektroautos könnten auch in den Moselgemeinden  verwirklicht werden.

Als Referenten traten Dr. Klaus Pötter (Ingenieur), Frank Dauns (Elektromeister), Maximilian Kinn, Projektmitarbeiter der Energieagentur Rheinland Pfalz und Wilfried Grooten, der ehrenamtliche Klimaschutzpate der Gemeinde Reil, vor das Publikum. 

E-Car-Sharing als Thema

Mit Interesse wird das „Dorfauto“-Projekt im Rhein-Hunsrück-Kreis beobachtet, an dem sich insgesamt 24 kleine Gemeinden beteiligen. Hier will man die Erfahrungen aus der Testphase abwarten. E-Car-Sharing ist aber auch im Landkreis Bernkastel-Wittlich bereits Realität: Aktuell bietet die 2018 gegründete Bürger-Energiegenossenschaft Monzelfeld eine erste Station mit zwei E-Autos an. Ein Austausch mit den Monzelfelder Aktivisten wurde vereinbart.

Welche Alternative gibt es zur Ölheizung?

Brennstoffzelle, Nachtspeicher, Pelletheizung, Wärmepumpe, Dorf- und Nahwärme . . . - viele Alternativen zur Ölheizung bieten sich an. Für jeden einzelnen Fall sollte immer eine individuelle Lösung erarbeitet werden. Ein Termin mit einem Energieberater der Verbraucherzentrale als Erstberatung kann bei der Entscheidungsfindung helfen (Terminvereinbarung unter der Hotline 0800 - 809 802 400).

Ein regionales Blockheizkraftwerk?

Die Idee, den Ortsteil Heißer Stein mit einem eigenen Blockheizkraftwerk auszustatten, wurde beim Sonntagsgespräch diskutiert. Denn dort sind die Bedingungen dafür günstig: genügend Platz und Holz. Außerdem bietet in Jahren von hohem Schadholz-Aufkommen die reguläre Durchforstung des Waldes genug Heizmaterial. Das wäre ein Projekt im Sinne von konkretem Klimaschutz, mit regionalem Bezug und damit auch kurzen Wegen.

Die Referenten diskutierten nach ihren Fachbeiträgen noch lange mit den Besuchern.  „Der Klimawandel ist leider Realität und jeder  von uns sollte zu einem besseren Klimaschutz beitragen“, sagt Dagmar Barzen, Erste Beigeordnete der Gemeinde Reil und eine Mitorganisatorin der Veranstaltung.