29.04.2016

Tag der Elektromobilität zeigt: E-Autos sind im Kommen

Elektroautos sind im Kommen. Das zeigte auch der Tag der Elektromobilität am 22. April 2016 in Koblenz. Mehr als 100 Gäste informierten sich im Fachforum der Energieagentur Rheinland-Pfalz zum Thema Elektromobilität für Kommunen und Unternehmen.

Die Förderprogramme seitens des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) werden von der Öffnet externen Link in neuem FensterNationalen Organisation Wasserstoff-und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH) betreut. Dominique Sévin gab einen Überblick über die Marktsituation und den Status Quo der Entwicklung im Bereich Elektromobilität in Deutschland. Seit einigen Jahren laufen in mehreren Schaufenster- und Modellregionen Pilotprojekte zur Elektromobilität, die Forschung und Entwicklung vorantreiben. Auf die Förderrichtlinie Elektromobilität ging er genauer ein. Der Öffnet internen Link im aktuellen Fensterzweite Förderaufruf läuft aktuell noch bis zum 6. Mai. Die Förderrichtlinie besteht aus drei Säulen: der Beschaffung von Elektrofahrzeugen und dem Aufbau der Ladeinfrastruktur, der Erarbeitung kommunaler Konzepte und Studien sowie der Forschung und Entwicklung zur Unterstützung des Markthochlaufs. Die Gemeinschaftsinitiative "Wir Westerwälder!", zusammengesetzt aus den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und dem Westerwaldkreis, wird den Förderantrag stellen. Öffnet internen Link im aktuellen FensterLars Kober von der Kreisverwaltung Altenkirchen koordiniert die Antragsstellung, die sich auf die erste Säule, die Beschaffung der Elektroautos für die Integration in die Fahrzeugflotten und den Aufbau einer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur, konzentriert. Das BMVI gewährt Investitionszuschüsse bei der Anschaffung. Neben den Verwaltungen der Landkreise haben auch einige Verbandsgemeindeverwaltungen ihr Interesse signalisiert, sich am Antrag zu beteiligen. Es sei aber noch möglich, auf den Zug aufzuspringen, auch gegenüber Interessenten außerhalb des Westerwaldes, betonte Kober.

Katrin Freiberg vom Umweltamt der Stadt Koblenz und Ulrich Elsenberger von der Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) stellten die Kooperation „Öffnet externen Link in neuem FensterInitiative E-Mobilität Koblenz“ vor, die aus einem gemeinschaftlichen Projekt aus den Jahren 2011 bis 2013 entstanden war. Katrin Freiberg schilderte die Erfahrungen und auch die aufgezeichneten Fahrleistungen, die mit der Nutzung der verschiedenen Elektroautos gesammelt werden konnten. Nach wie vor wird ein Elektroauto als Dienst- aber auch als Carsharing-Fahrzeug in Koblenz angeboten.

“Practice what you preach” ist das Motto von bridgingIT. Klaus Baumgärtner schilderte, wie das Mannheimer Consulting-Unternehmen bei der Öffnet externen Link in neuem FensterElektrifizierung seiner Langstrecken-Dienstwagenflotte vorgegangen ist. Innovationsbereitschaft, Nachhaltigkeit aber auch das Image standen für das Unternehmen im Mittelpunkt der Überlegungen. Die extrem hohen Mobilitätskosten, die ein Fuhrpark mit rund 160 Fahrzeugen verursacht, stellten für bridgingIT den einzigen Hebel dar, um die CO2-Bilanz des Unternehmens merklich zu verbessern. Daher entschloss man sich, ein integriertes Mobilitätskonzept zu erstellen und Elektroautos zu ermöglichen. Inzwischen verfügt bridgingIT über die größte E-Langstreckenflotte in Deutschland und bemerkt keinerlei Beeinträchtigungen. „Ja, es geht!“, resümiert Klaus Baumgärtner kurz und knapp über die Strategie seines Unternehmens.

Weitere Informationen zum Tag der Elektromobilität sind auf der Webseite der Energieagentur abrufbar: Neben den Öffnet internen Link im aktuellen FensterPräsentationen ist dort auch eine Öffnet internen Link im aktuellen FensterFotogalerie mit Impressionen des Forums zu finden.