06.11.2017

SUPPORT hat Kommunen zu Energie- und Klimaschutzaktivitäten befragt

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz ist seit Januar 2017 Partner des EU-Projekts Opens internal link in current windowSUPPORT „Support local governments in low carbon strategies“, an dem sich insgesamt elf Projektpartner aus neun europäischen Ländern beteiligen. Ziel des im Rahmen von INTERREG Europe geförderten Projektes ist es, Kommunen bei der Umsetzung ihrer Energie- und Klimaschutzkonzepte zu unterstützen indem der Zugang zu EU-Fördermitteln verbessert wird.

Ausgangspunkt für das Projekt war, ausgewählte Kommunen in Rheinland-Pfalz zu ihren Aktivitäten im Energie- und Klimaschutz und zur Nutzung von Finanzierungsinstrumenten, insbesondere von Mitteln aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE), zu befragen. Zu diesem Zweck verschickte die Energieagentur Rheinland-Pfalz Anfang Juni 110 Fragebögen an kleinere Kommunen und weitere Akteure der Energiewende. 17 Kommunen und zehn nicht kommunale Teilnehmer beteiligten sich an der Umfrage – erfreuliche 25 Prozent der Angeschriebenen.

Positives Ergebnis: Kommunen engagieren sich bereits heute stark für den Energie- und Klimaschutz

Die Kommunen beantworteten unter anderem Fragen zur Umsetzung von Energiesparmaßnahmen bei den eigenen Liegenschaften. In den letzten fünf Jahren haben diese Kommunen mehr als 180 Projekte durchgeführt, um Energie effizienter zu nutzen. Jede der teilnehmenden Kommunen hat im Durchschnitt elf Projekte umgesetzt  – in den Bereichen Gebäudehülle, Lüftung und Klimatisierung, Heizung und Warmwasser, Beleuchtung, Wärmeverbund, Nahwärmenetz und Erneuerbare Energie-Anlagen. Die meisten der Kommunen verfügen über ein eigenes Energie- und Klimaschutzkonzept und beschäftigen einen Klimaschutzmanager, der sich ausschließlich um diese Thematik kümmert und die jeweiligen Energie- und Klimaschutzkonzepte vorantreibt.

Hemmschuh für Kommunen: Die Finanzierung ihrer Energie- und Klimaschutzmaßnahmen

Die Mehrheit der Kommunen begründet die Erstellung und Umsetzung von Energie- und Klimaschutzmaßnahmen damit, dass sie umweltbewusst handeln und Kosten einsparen wolle. Einen großen Hemmschuh bei der Umsetzung von Energie- und Klimaschutzmaßnahmen sehen die Kommunen in der Finanzierung. Die Problemlagen sind vielfältig, doch eines sticht hervor: Energetische Maßnahmen im Gebäudebestand werden häufig nicht umgesetzt, weil Kapital für investive Maßnahmen fehlt. Daher messen die Kommunen Fördermitteln eine sehr hohe Bedeutung für die Umsetzung von Energie- und Klimaschutzkonzepten bei. Fast alle teilnehmenden Kommunen haben bereits nationale Fördermittel für die Umsetzung von Maßnahmen erhalten. „Dennoch gilt der Förderdschungel als wenig durchschaubar und Kommunen nutzen häufig ausschließlich erprobte Förderprogramme. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass die Antragstellung mit einem hohen zeitlichen und bürokratischen Aufwand verbunden ist. Hier setzt SUPPORT an und unterstützt die Kommunen, damit Fördermittel, insbesondere EFRE-Mittel, für Kommunen zugänglicher werden“, so Elisabeth Wauschkuhn, Projektleiterin SUPPORT/Interreg Europe bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz.

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