31.05.2017

Studie der Landesenergieagentur über attraktive Geschäftsmodelle für PV-Anlagen

Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz/Markus Hoffmann

Photovoltaik-Anlagen lohnen sich für eine dezentrale Stromerzeugung, da sie sowohl im betrieblichen als auch im kommunalen Umfeld optimal eingesetzt werden können. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie mit dem Titel „Opens external link in new windowAttraktive Geschäftsmodelle mit PV-Anlagen“, die die Energieagentur Rheinland-Pfalz zusammen mit dem Beratungsunternehmen B E T erstellt hat. Der Grund: Für kommunale und gewerbliche Betreiber wird die regenerative Stromerzeugung mit Photovoltaik-Anlagen wieder sehr interessant. Die geänderten rechtlich-regulatorischen Rahmen­bedingungen ermöglichen trotz gesunkener Einspeisevergütung bei gleichzeitig sinkenden Photovoltaik-Systempreisen neue Geschäfts­modelle.

Die 100-seitige Studie behandelt detailliert Fragen der Wirtschaftlichkeit von Projekten und deren Umsetzbarkeit und beschreibt die Umsetzungsschritte. "Die Studie erklärt Schritt für Schritt, wie Investoren Photovoltaik-Projekte umsetzen können und was es bei deren Umsetzung zu beachten gilt", so der Geschäftsführer der Energieagantur Rheinland-Pfalz, Thomas Pensel. "Sie macht deutlich, dass auch unter den geänderten Rahmenbedingungen Photovoltaik-Anlagen im kommunalen und gewerblichen Bereich wirtschaftlich umsetzbar sind“.

Kernergebnisse der Studie
1.    Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen im kommunalen und gewerblichen Umfeld ist gegeben:
Die Investitionskosten von Photovoltaik-Anlagen sind in den letzten Jahren stark gesunken. Der Betrieb einer Photovoltaik-Anlage ist heute mindestens kostendeckend möglich, unabhängig davon, ob der erzeugte Strom eingespeist, eigenverbraucht oder an Dritte geliefert wird. Das gewählte Geschäftsmodell hat zusammen mit der Auslegung der Anlage entscheidenden Einfluss auf die schlussendliche Wirtschaftlichkeit der Investition in eine Photovoltaik-Anlage.

2.    Eigenverbrauch ist nicht immer einfach umzusetzen, aber am lukrativsten:

Unter den Rahmenbedingungen des EEG 2017 ist der Eigenverbrauch des Solarstroms vor Ort für viele Letztverbraucher die lukrativste Variante. Dabei ist die Wirtschaftlichkeit von der Höhe der Strombezugskosten, dem Eigenverbrauchsanteil und der Höhe der zu zahlenden (anteiligen) EEG-Umlage abhängig.

3.    Volleinspeisung nach wie vor wirtschaftlich:
Wenn der Solarstrom unter Inanspruchnahme einer EEG-Vergütung in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist wird, ist der Betrieb der Anlage auch wirtschaftlich darstellbar. Die Amortisationszeit liegt je nach verwendeter Photovoltaik-Technologie, Leistung, Ausrichtung und Finanzierung der Photovoltaik-Anlage zwischen 10 und 12 Jahren.

4.    Mieterstrommodelle in den Startlöchern:
Opens external link in new windowMieterstrommodelle haben ein hohes Umsetzungspotential. Bei dieser Direktstromlieferung werden Mieter in einem Mietshaus mit regenerativem Strom versorgt. Besonders für Energie-versorgungsunternehmen, Bürgerenergiegesellschaften und Wohnungsbaugesellschaften ist dieses Geschäftsmodell interessant.

5.    Areale intelligent verknüpfen:

Energetische Quartierskonzepte setzen sich zukünftig mehr und mehr am Markt durch. Hierbei steht eine gesamtheitliche, aufeinander abgestimmte Energieversorgung (Strom, Wärme, Mobilität) eines Areals im Fokus. Photovoltaik-Anlagen werden einen Beitrag dazu leisten, solche Projekte wirtschaftlich umsetzen zu können.

Die Langfassung der Studie Opens external link in new window"Attraktive Geschäftsmodelle für PV-Anlagen" ist online verfügbar.