Streuobstwiese der Springiersbacher Ölmühle wiederhergestellt

„Junge Rentner“ bei der Pflege der Streuobstwiese (Foto: Klaus Litzenburger, privat)

Klaus Litzenburger und sein Mitstreiter, die Gruppe „Junge Rentner“ aus Bengel haben eine weitere Streuobstwiese im Alftal „gerettet“. Die rüstigen Senioren haben ihre Ärmel hochgekrempelt und noch eine gute Tat für die Erhaltung der Natur vollbracht.

 

Schlechter Zustand der Streuobstwiese

Die Reste der Streuobstwiese waren im teilweise sehr schlechten Zustand. Die Bäume waren von Misteln befallen und zum Teil bereits abgestorben. Durch die Pflege der vorhandenen Bäume und  Ersatzpflanzungen konnte der ursprüngliche Zustand der Streuobstwiese annähernd wiederhergestellt werden.

 

Sponsoren unterstützen die Aktion

Abgestorbene Bäume haben die „Retter“ soweit möglich erhalten – als Totholz und Nistgelegenheiten.  Insgesamt wurden neun neue Bäume eingepflanzt, die vom Förderverein Historische Ölmühlen Bengel finanziert wurden. Der Naturschutzbund (NABU) Bernkastel-Wittlich hat die Aktion mit fünf Nistkästen

für verschiedene Vogelarten unterstützt; sie wurden im Zuge der Aktion an den Bäumen angebracht.

 

Die Pflege der Streuobstwiese gesichert

Die zukünftige Pflege der Streuobstwiese übernimmt der Förderverein Klostermühlen. Das anfallende Obst wird an Bengeler Familien zum Selberpflücken angegeben.

Der ehrenamtliche Klimaschutzpate der Gemeinde Bengel, Klaus Litzenburger sagt: „Leider sind viele Streuobstwiesen, die eine lange Tradition in unserer Region haben, heutzutage aus verschiedenen Gründen in einem schlechten Zustand. Meistens sind die Eigentümer der Obstbestände überfordert mit Pflege und Ernte – und die jüngere Generation verfügt leider über kein Wissen zum Thema Obstbau“.

Im Rahmen der Initiative „Rettet die Streuobstwiesen“ haben die Bürger*innen des Alftales bereits über 100 Bäume zur Pflege angemeldet. Der Einsatz ehrenamtlicher Klimaschutzpaten ist zentraler Bestandteil des Projekts „KlikK aktiv“ der Energieagentur Rheinland-Pfalz.