18.04.2016

Stationäre Energiespeicher aus ausrangierten Elektroautobatterien

Grafik: Daimler

Die Entwicklung leistungsfähiger Stromspeicher zur Aufnahme überschüssiger erneuerbar erzeugter Energie gehört zu einem der Erfolgsfaktoren der Energiewende. Einen wichtigen Beitrag könnten dazu zukünftig ausrangierte Elektroautobatterien leisten. Die Lebensdauer von Elektrobatterien beträgt im Durchschnitt 10 Jahre. Danach ist mit Kapazitätsverlusten von etwa 20 Prozent zu rechnen. In Pilotprojekten wird inzwischen untersucht, wie solche Batterien nach dem mobilen Einsatz in Autos in festen Stationen kombiniert werden können. Dort spielt die geringere Leistung eine untergeordnete Rolle.

Da Elektromobile in Deutschland erst seit sechs Jahren in Serie gefertigt werden, sind diese sog. Second Life-Batterien noch kaum vorhanden. Mit der nachhaltigen Verbreitung von Elektromobilen gewinnt dieses Thema jedoch für Autokonzerne zunehmend an Bedeutung. Ein großer Autohersteller aus Baden-Württemberg hat rund 1.000 Batterien aus einem konzerneigenen Kleinwagen zusammengeschlossen und daraus einen industriellen Großspeicher gefertigt. Die Einbindung des Speichers in das Stromnetz steht kurz vor dem Start. Die Zweitnutzung (Second Use) nicht mehr genutzter Elektroautobatterien würde die Klimabilanz von Elektrofahrzeugen weiter verbessern.

Andere Autohersteller wollen aus ausrangierten Elektroautobatterien Zwischenspeicher für Schnellladestationen fertigen.

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