Sonne und Wind helfen Bauern und Winzern Kosten zu sparen

Referent Christian Synwoldt von der Energieagentur Rheinland-Pfalz; Foto: Energeagentur Rheinland-Pfalz

Die Landwirte zwischen Mosel, Rhein und Nahe sind sehr interessiert an den Möglichkeiten, Sonne und Wind als Energielieferanten zu nutzen. Das belegt schon die Teilnehmerzahl bei zwei Abendveranstaltungen auf dem Hunsrück: Rund 100 Besucher fanden sich in Emmelshausen und Niederhambach auf Einladung des Bauern- und Winzerverbandes ein, um sich über den Einsatz von Kleinwind- und Solaranlagen zu informieren.

Einsparung statt Einspeisung

Lebhafte Diskussionen beeindruckten den Fachreferenten Christian Synwoldt von der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Seine Botschaft, „Einsparung statt Einspeisung“ überzeugte die Landwirte und initiierte zugleich zahlreiche Nachfragen zu möglichst effizienten Umsetzungen. Denn „der Gedanke, können wir hier noch etwas machen?“, beschäftige die Verbandsmitglieder schon länger, weiß Hartmut Bauer zu berichten. Er ist als Geschäftsführer für die Kreisverbände Rhein-Hunsrück und Birkenfeld des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau tätig; gemeinsam mit den beiden Kreisvorsitzenden Wilfried Berg und Mathias Helm sowie den Regionalbüros der Energieagentur hatte er die Informationsabende organisiert.
"Das Thema Umwelt- und Klimaschutz ist wichtig, denn wir spüren ja die Auswirkungen von Extremwetterereignissen" so Kreisvorsitzender Matthias Helm bei seiner Begrüßung in Niederhambach. Zudem sei die Nutzung erneuerbarer Energien auch eine Möglichkeit die betrieblichen Kosten zu senken, so Helm weiter.

Gut abwägen welche Technik sinnvoll und wirtschafltich ist

Grundsätzlich müsse für jedes einzelne Projekt geprüft werden, welche Maßnahme die wirtschaftlich und ökologisch sinnvollste sei, betonte Referent Synwoldt. Solarmodule, Sonnenkollektoren und Kleinwindenergie-Anlagen könnten sich dabei perfekt ergänzen - denn während der eher schwachen „Sonnenmonate“ lieferten Windräder die stärkste energetische Ausbeute. Eine gründliche Vorprüfung sei allerdings unabdingbar, setzte der Referent hinzu. Denn gerade für Windenergieanlagen mit geringer Masthöhe können sich Obstbäume oder Garagen bereits als Strömungshindernis erweisen, die einen geplanten Standort unwirtschaftlich machen.

Photovoltaik darf man hingegen mit weit weniger Skepsis begegnen. Synwoldt: „Die rechnet sich fast immer. Wer geeignete Flächen hat, vor allem auf Dächern, sollte das unbedingt erwägen.“