Sonne erfreut Energieversorger

Der evm-Solarpark in Mastershausen produzierte im vergangenen Jahr mehr als drei Millionen kWh Strom. Foto: Thomas Frey/evm

Das Jahr 2020 war außergewöhnlich sonnenreich – und das macht sich auch beim Ertrag der Solarparks bemerkbar. Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) hat jetzt Bilanz gezogen: Sämtliche Photovoltaikanlagen der evm produzierten mehr Strom als ein Jahr zuvor, um bis zu 15 Prozent über den Erwartungen, teilt das  Energieunternehmen mit.

Unterm Strich konnte die evm nach eigenen Angaben mit ihren eigenen Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen im vergangenen Jahr rund 81,6 Millionen kWh Strom erzeugen. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Ertrag damit 2,1 Prozent niedriger; der leichte Rückgang gehe im Wesentlichen auf die schwächere Windausbeute zurück.

Der ertragsreichste Tag des Jahres lag diesmal außergewöhnlich früh: Am 20. April 2020 konnte die evm mit ihren Anlagen 726.535 kWh Strom erzeugen. An diesem Tag kamen eine hohe solare Einstrahlung und hervorragende Windverhältnisse für die Stromproduktion zusammen.

Ausbau der „Erneuerbaren“

Die Energieversorgung Mittelrhein betreibt eine Reihe von Anlagen in der Region, um Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Dazu gehören die Windkraftanlagen in Waigandshain und Höhn, die Biogasanlage in Boppard, die Solarparks in Görgeshausen, Hachenburg, Höhn und Mastershausen, Anlagen in Hahn am See und Koblenz sowie die Wasserkraftwerke in Nauroth und Bad Marienberg. „Derzeit laufen bei uns die Planungen für einen weiteren Ausbau der Kapazitäten. Unter anderem planen wir Solarparks in der Eifel im Westerwald und im Hunsrück“, erläutert evm-Bereichsleiter Steffen Weil.