Solarstrom tanken an der Hängeseilbrücke

Eine von vier Wallboxen im Mörsdorfer Ladepark. (Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz)

Hans-Peter Färber, Energieberater und privat Tesla-Fahrer, hat seinem Wohnort Mörsdorf eine Tankstelle für Elektroautos beschert. Seit rund vier Wochen sind die vier Ladesäulen in Betrieb, gleich vis-à-vis vom Geierlay-Besucherzentrum. Jetzt war dort die offizielle Inbetriebnahme – mit Bürgermeister, Landrat, Klimaschutzmanager und Energieagentur Rheinland-Pfalz.

Der Elektro-Ladepark befindet sich unter dem Dach einer Remise, von oben liefern transparente Photovoltaik-Module bis zu 13 Kilowatt. Vier Autos können hier zeitgleich geladen werden; ein elektronisches Lastmanagement sorgt dafür, dass die Ladeleistung die Netzkapazitäten nicht überfordert.

Auch am Tag der offiziellen Inbetriebnahme nutzen Gäste diesen Service. Durchschnittlich knapp drei Stunden sind die Geierlay-Besucher unterwegs, hat Färber beobachtet. Zeit genug für eine ordentliche Ladung, denn bis zu 22 Kilowatt Spitzenleistung liefert jede der Stationen. Abgerechnet wird über die üblichen Karten-Dienstleister (Partner in Mörsdorf ist Amperio) und Färber hat zusätzlich das Bezahlen mit der Girocard ermöglicht.

Immer mehr Elektroautos

 „Die Wirtschaftlichkeit muss sich noch zeigen“, sagt der Mörsdorfer Privat-Investor vorsichtig. Der Trend spricht jedoch klar für eine nachhaltige und zukunftsträchtige Investition: Innerhalb eines Jahres hat die Zahl der im Kreis zugelassenen rein elektrisch fahrenden Autos um 149 Prozent zugenommen, zum Stichtag 2. September waren es exakt 670.

Vor zehn Jahren wurde die erste öffentliche Ladesäule auf dem Gelände der Kreisverwaltung errichtet. Aktuell gibt es im Rhein-Hunsrück-Kreis nun 74 öffentliche Lademöglichkeiten, darunter zwölf Schnellladepunkte.

(Quelle: goingelectric.de/stromtankstellen)