20.10.2015

Solarinitiative Photovoltaik beschäftigt sich mit Ausschreibungsmodell

Über 40 Teilnehmer aus Unternehmen, Bürgerenergiegenossenschaften, Kommunen und aus der Politik informierten sich bei der Fachveranstaltung „Solarinitiative Photovoltaik“ am 15. Oktober 2015 in Ludwigshafen über eine erste Zwischenbilanz zum Ausschreibungsmodell für PV-Freiflächen. Die Umstellung der Förderung der regenerativen Energieträger auf Ausschreibungen ist eines der zentralen Elemente des EEG 2014. Ziel des Ausschreibungsverfahrens ist die Reduzierung der Kosten des Ausbaus der regenerativen Energien bei gleichzeitiger Wahrung der Akteursvielfalt. Eingeladen hatten die Energieagentur Rheinland-Pfalz, der Verband Rhein-Neckar und der Solar Cluster Baden-Württemberg e.V.

„Das Ausschreibungsmodell im neuen EEG hat seit 2014 die Förderung Erneuerbarer Energien grundsätzlich verändert. Weil dadurch bei den Akteuren natürlich dringender Informationsbedarf besteht und die Notwendigkeit, sich nach einem Jahr über erste Erfahrungen und Auswirkungen des Ausschreibungsmodells auszutauschen, haben wir zu dieser Veranstaltung eingeladen“, sagte Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz. „Interessierte finden zu diesem Thema kontinuierlich aktuelle Informationen in Faktenpapieren und Beiträgen auf der Internetseite und in dem Newsletter der Energieagentur.“

Abwechslungsreiches Programm – von der Antragstellung bis zu Best-Practice Beispielen

Neben einem Rückblick auf die ersten beiden Ausschreibungsrunden und ersten Erfahrungsberichten von Projektierern und Bürgerenergiegenossenschaften wurde aufgezeigt, welche Voraussetzungen Kommunen schaffen müssen, um PV-Freiflächenanlagen erfolgreich umzusetzen. Dabei war insbesondere von der planungsrechtlichen Vorgehensweise und einer GIS-basierten Standortsuche die Rede. Außerdem erhielten die Teilnehmer Informationen zur korrekten Vorgehensweise bei der Antragstellung und einen Ausblick auf die kommenden Ausschreibungsrunden.

Photovoltaik als tragende Säule bei der Energiewende in Deutschland

Der Ausbau der regenerativen Energien, damit auch der Photovoltaik, ist ein zentraler Punkt bei der Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Nur mit einem nachhaltigen Ausbau der Photovoltaik können die Klimaschutzziele auf europäischer, Bundes- und Länderebene erreicht werden. Leider ist der Ausbau in den letzten zwei Jahren unter den Zielen der Bundesregierung von 2,4 bis 2,6 GWp jährlichem Zubau zurückgeblieben. Auch in Rheinland-Pfalz ist der Photovoltaik-Zubau in den letzten zwei Jahren um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Dieser Rückgang war im Wesentlichen im Sektor der großen Anlagen mit Größen über 1 MWp zu verzeichnen.