20.06.2017

Solarenergie leistet bedeutsamen Beitrag für Klima- und Umweltschutz

Oft stehen wirtschaftliche Interessen beim Kauf einer Solaranlage im Vordergrund. Diese sind sicherlich nicht zu vernachlässigen, trotzdem sollte auch die Vermeidung von schädlichen Treibhausgasen bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen werden. Bei der Nutzung von fossilen Rohstoffen im Strom-, Wärme und Verkehrssektor werden Treibhausgase, Feinstaubpartikel und gesundheitsgefährdende Stoffe freigesetzt. So entstehen in Deutschland Jahr für Jahr sieben Tonnen Quecksilber durch die Verbrennung von Kohle. Deutschland ist damit trauriger Spitzenreiter auf europäischer Ebene bei der Quecksilber-Emission. Um eine solche Menge Quecksilber freizusetzen, müssten jährlich 3,5 Millionen Energiesparlampen entwertet und  entsorgt werden.

Auch die CO2-Emissionen der deutschen Kohlekraftwerke sind enorm. Mehr als 110 Mio. Tonnen CO2 emittieren die Kohlemeiler jährlich. Deutsche Kohlekraftwerke zählen somit zu den schmutzigsten in Europa. Im Durchschnitt werden pro Kilowattstunde Strom rund 1.100 g bei Braunkohle- und ca. 900 g Kohlendioxid bei Steinkohlekraftwerken freigesetzt. Was dies für das Klima bedeutet ist klar: Die Jahresdurchschnittstemperaturen werden steigen und es kommt zu einer Häufung von Extremwetterereignissen, wie Hitzewellen oder Unwettern mit Starkregenereignissen.

Auch wenn der Anteil der regenerativen Energien am deutschen Strommarkt in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist, werden dennoch rund 535g Kohlendioxid pro erzeugte Kilowattstunde (kWh) Strom in Deutschland emittiert. Beim Betrieb einer PV-Anlage oder Solarthermie-Anlage fallen dagegen keine Emissionen von Kohlendioxid an. Wird der Herstellungsprozess der Anlagen in die Betrachtung einbezogen, ergibt sich eine Kohlendioxid-Emission von rund 50 g/kWh bei PV-Anlagen und rund 25 g/kWh bei Solarthermie-Anlagen. Wird dies auf den Betrieb einer 5 kWp-Photovoltaik-Anlage umgerechnet, so spart der Betreiber 2,5 Tonnen Kohlendioxid im Jahr ein. Um eine vergleichbare Menge CO2 im Straßenverkehr einzusparen, müsste man 17.500 km weniger im Jahr mit einem Mittelklasseauto fahren.

Hinweis:

Heute veranstaltet die Energieagentur Rheinland-Pfalz im Rahmen der Woche der Sonne und Pellets um 18:00 Uhr einen Informationsabend zum Thema: „Den Stromkosten eins aufs Dach geben“, in der Tourist Information Bingen, Rheinkai 21. Referent ist Dr. Ralf Engelmann.