23.06.2016

Solarenergie einfach Speichern

Die solare Energie steht nicht immer dann zur Verfügung, wenn diese vom Endverbraucher auch benötigt wird. Um eine zeitlich deckende, sichere und wirtschaftlich sinnvolle Energieversorgung über den ganzen Tag bzw. über das ganze Jahr mit Solarenergie zu generieren, ist es zwingend notwendig, einen Teil der erzeugten Solarenergie zu speichern, um diese zu einem späteren Zeitpunkt nutzen zu können. Ein weiterer Vorteil: Die zeitliche Entkopplung von Produktion und Verbrauch steigert die Unabhängigkeit des Endverbrauches von steigenden Energiekosten.

Im Bereich der Stromspeicherung gibt es verschiedenen Möglichkeiten die Energie zu speichern. Auf der einen Seite mittels elektrischer Speicher (im Kleinspeichersegment durch Blei- oder Lithium-Akkumulatoren, im Großspeichersegment durch Redox-Flow-Batterien oder Lithium-Akkumulatoren) oder als Wärme in Pufferspeichern nachdem der Strom mit Hilfe von Wärmepumpen oder Heizstäben in Wärme „umgewandelt“ wurde (Power-to-heat). In Deutschland wurden seit 2013 über 25.000 elektrische Heimspeicher in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage installiert. Die zunehmende Marktdurchdringung der elektrischen Speichersysteme ist getrieben durch eine deutliche Kostenreduktion und dem Wunsch vieler Anwender nach mehr Unabhängigkeit. Elektrische und thermische Energiespeicher in Kombination mit Photovoltaik-Anlagen werden weiter an Attraktivität gewinnen und die Energieversorgung von morgen bestimmen.

Solarthermische Anlagen für den Einfamilienhaus-Gebrauch sind generell bivalente Systeme, d.h. neben der Solarthermie-Anlage ist noch ein zweites Heizsystem im Haus verbaut. Das Heizsystem verfügt im Allgemeinen bereits über einen Wärmespeicher – meist in Form eines Warmwasserpufferspeichers. Ein weiterer Wärmespeicher ist somit bei der Anschaffung einer Solarthermie-Anlage nicht zwingend notwendig.

Schätzen Sie mal – Eine Frage für Wissbegierige und Kenner!

Die heutige Frage lautet: Seit wie vielen Jahren nutzt der Mensch die Photovoltaik?

Auflösung der Frage vom 22.06.2016: Wieviel der Energie, die in einem Kraftwerk erzeugt wird, kommt bei Ihnen zu Hause an?

Die Energie, die in den Energieträgern Kohle, Öl und Gas „steckt“, wird auch als Primärenergie bezeichnet. Bei den Umwandlungsprozessen in Strom, Wärme in Kraftwerken oder Kraftstoffe in Raffinerien wird der Primärenergiegehalt der Energieträger nicht vollständig in Sekundärenergie überführt. Beim Betrieb von Kohlekraftwerken wird beispielsweise ein großer Anteil der Primärenergie in Wärme überführt, die an die Umwelt über Kühltürme abgegeben wird. Der Wirkungsgrad eines Kohlekraftwerkes liegt zwischen 35 bis 38 Prozent, d.h. 62 bzw. 65 Prozent des Primärenergieträgers Kohle werden nicht zur Erzeugung von Strom verwendet. Beim Transport der Energie ist eine Größe entscheidend - die Länge des Leitungssystems. Das Prinzip sollte wie folgt lauten: Je kürzer die Leitung, desto geringere „Leitungsverluste“ sind zu erwarten. Letztendlich kommen gerade einmal 30 Prozent der Primärenergie beim Endverbraucher aus der Steckdose. Daher ist es entscheidend, nicht nur den Ausbau dezentraler Lösungen mit regenerativen Energien voranzutreiben, sondern auch so viel Energie wie möglich beim Endverbraucher einzusparen. Welche Möglichkeiten hier bestehen, wird auf der Öffnet internen Link im aktuellen FensterWebseite der Energieagentur dargestellt.