22.03.2017

Smart-Grids-Woche: Sektorenkopplung ist wesentlich für Gelingen der Energiewende

Foto: dena

Die Smart-Grids-Woche 2017 befasst sich ab heute drei Tage lang mit aktuellen Entwicklungen zum Thema Sektorenkopplung, Speicherung und Netzdienstleistungen. Den Auftakt der dreitägigen Veranstaltung bildet heute die Fachtagung „Smart-Grids und Virtuelle Kraftwerke“ bei der EWR in Worms. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Fachexkursionen zu den Projekten „Intelligentes Stromnetz Kisselbach / Hunsrück“ und die „Power-to-Gas Anlage im Energiepark Pirmasens-Winzeln“.

Energiestaatssekretär Thomas Griese sagte anlässlich der ErRöffnung, der Ausbau der erneuerbaren Energien mache den Umbau des Energiesystems notwendig: „Denn die effiziente und vollständige Integration der erneuerbaren Energien in den Strommarkt setzt eine Flexibilisierung des Energiesystems voraus. Smart Grids und virtuelle Kraftwerke sind daher wichtige Bausteine, um die Energieversorgung der Zukunft intelligent zu gestalten und an Angebot und Nachfrage auszurichten“. Dabei spielt nach seinen Worten die stärkere Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr eine zunehmend wichtige Rolle.

„Intelligente Stromnetze machen die Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugung, -speicherung und -verbrauch erst möglich und schaffen so die Voraussetzung, damit z.B. die Erzeugungszentren im ländlichen Raum mit urbanen Lastzentren kommunizieren können“, so Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz. „Wir treiben daher gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern TSB und StoREGIO innerhalb der Zukunftsinitiative Smart Grids die Anwendung intelligenter Energiesysteme und intelligenter Netze entschlossen voran,“ sagte Pensel.

In vielen Regionen in Rheinland-Pfalz ist der dezentrale Ausbau erneuerbarer Energien bereits weit fortgeschritten. Gerade für ländliche Räume mit hohen Erzeugungskapazitäten und regionalen Überschüssen in der Stromerzeugung ergeben sich hieraus Chancen. Neben der Speicherung und dem hierdurch möglichen zeitversetzten Einsatz von Stromüberschüssen können diese Überschüsse z.B. für die Wärmeerzeugung und die Elektromobilität genutzt werden.

Auch vor dem Hintergrund der Versorgungssicherheit und der Wertschöpfung sei dies von Bedeutung, betonte Prof. Ralf Simon, Transferstelle Bingen: „In einer dezentralen Energiewelt mit immer kleinteiligeren Erzeugern wird das Virtuelle Kraftwerk oder Smart Grid immer wichtiger. So können Teilnehmer eine entsprechende Wertschöpfung aufbauen und gleichzeitig ein für uns alle stabiles Energiesystem unter Einbindung emissionsarmer Strom- und Wärmeerzeuger sicherstellen“, so Simon.