04.10.2016

Smart Grids Woche: Diskussion über Chancen einer Digitalisierung der Energiewende

Umweltstaatssekretär Dr. Thomas Griese bei der Eröffnung der Smart-Grids-Woche Rheinland-Pfalz in Mainz, Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz/Sonja Schwarz

In Mainz hat heute die Smart-Grids-Woche Rheinland Pfalz begonnen. Die Veranstaltung diskutiert u.a., wie die beschlossene Einführung von intelligenten Mess-Systemen am sinnvollsten umgesetzt werden kann und welche Herausforderungen sowie Handlungsmöglichkeiten für Energieversorger, Netzbetreiber sowie Verbraucher damit verbunden sind. Hintergrund ist, dass mit dem steigenden Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung der Anteil der witterungsbedingten Schwankungen der Energieerzeugung durch Sonne und Wind stetig zunimmt. Daher wird es immer wichtiger, die Stromerzeugung, den Verbrauch und die Stromnetze intelligent miteinander zu vernetzen und Möglichkeiten zur Speicherung zu schaffen.

Energiestaatssekretär Thomas Griese sagte bei der Auftaktveranstaltung: „Der Aufbau einer nachhaltigen, effizienten und regenerativen Energieversorgung ist unverzichtbar für den Klimaschutz. Die Digitalisierung der Energiewende schafft hierzu eine wichtige Voraussetzung. Denn intelligente Netze machen es möglich, schwankende Stromerzeugung und schwankenden Verbrauch miteinander in Einklang zu bringen“.

Für Anja Folz, Abteilungsleiterin Regenerative Energieversorgungssysteme in der Energieagentur Rheinland-Pfalz, ermöglichen erst intelligente Stromnetze das Zusammenspiel von Erzeugung, Speicherung, Netzmanagement und Verbrauch. "Technisch ist bereits heute vieles möglich. In Rheinland-Pfalz zeigen eine Reihe innovativer Modellvorhaben zukunftsweisende Wege auf. Welche Erfahrungen bislang vorliegen, welche Entwicklungen absehbar sind und wie Unternehmen aus der Branche sowie Verbraucher von den sich abzeichnenden Entwicklungen profitieren können, wollen wir mit der Smart-Grids-Woche aufzeigen“, so Folz.

Die Fachtagung heute in Mainz befasst sich u.a. damit, wie nachhaltig das neue Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende die Geschäftsmodelle von Energieversorgern und Netzbetreibern verändern wird. Eine weitere Fachtagung in Ludwigshafen widmet sich am 5. Oktober u.a.  den Anforderungen und Möglichkeiten der Umsetzung intelligenter und flexibler Verbrauchs- und Infrastrukturen. Im Mittelpunkt stehen Modellvorhaben aus Rheinland-Pfalz, u. a. das Projekt Designetz, ein vom BMWi ausgewähltes „Schaufenster Intelligente Energie“.

Am 6. Oktober zeigt  eine Fachexkursion in Kooperation mit den Stadtwerken Trier Smart-Grids zum Anfassen und Erleben: Auf dem Programm steht die Besichtigung eines energieautarken Klärwerks, intelligente Straßenbeleuchtung und das Leit-Center der Stadtwerke, in dem bereits heute die neue intelligente Energiewelt beispielhaft umgesetzt wird.