23.03.2017

Schulung für Energiebeauftragte mit Schwerpunkt „Energieeffizienzmaßnahmen in kirchlichen Gebäuden"

Teilnehmer der Schulung in Essingen vom 21.März 2017, Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz

In den Protestantischen Gemeindehäusern in Essingen und Mehlingen fanden am 21. und 23. März 2017  zwei Schulungen für Energiebeauftragte und Interessierte in Kirchengemeinden statt. 

Energiebeauftragte der Ev. Kirche der Pfalz und Interessierte katholischer Gemeinden nutzten die Gelegenheit, sich über Möglichkeiten zur Energieeinsparung und Energieeffizienzmaßnahmen in kirchlichen Gebäuden auszutauschen. Denn die Verringerung des Energieverbrauchs von Kirche, Gemeindehaus, Kindergarten und weiteren kirchlichen Liegenschaften entlastet nicht nur den Geldbeutel der Gemeinde, sondern ist gleichzeitig ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz.

Pfarrerin Samiec aus Mehlingen und der berufene Energiebeauftragte der Kirchengemeinde Essingen – Dammheim - Bornheim, Günter Frech, informierten über das Energiemanagement in der gastgebenden Gemeinde. Dank des engagierten Energiemanagements musste im Jahr 2014 die Kirchengemeinde Essingen-Dammheim-Bornheim für Strom und Heizung 6.020 € weniger aufwenden als im Jahr 2008 und dies trotz gestiegener Energiepreise und Ausbau der Kindergärten.

„Es ist ein ständiges Dazulernen und Umdenken notwendig. So führte ich immer wieder Gespräche mit Energieversorgern, mit den Mitarbeitern der Landeskirche, mit Avanti-Betreuern und vielen sonstigen Kennern der Materie. Für die Kirchengemeinde lohnt es sich immer, wenn sich zumindest eine Person dieses Themas annimmt“, so Günther Frech.

Claudia Lill, Referentin der Energieagentur Rheinland-Pfalz, vermittelte in ihrem Vortrag fundiertes Fachwissen zum Thema Energiemanagement. Das soll die Kompetenz der Energiebeauftragten vor Ort stärken. Die Fachreferentin gab einen praxisnahen Überblick über die Grundlagen des Energiemanagements in kirchlichen Gebäuden, Nutzerverhalten, energieeffiziente Beleuchtung, energetische Sanierung sowie zur Anlagentechnik. Außerdem zeigte sie u.a. die Fördermöglichkeiten für Kirchengemeinden im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), auf.

Dipl. Ing. Carl-Ludwig Krüger, Umweltauditor und Energiebeauftragter in Ellerstadt, gab den rund 30 Teilnehmern neben Informationen zum Thema Kirchenheizung und Temperierung von Kirchen eine Einführung in die Verbrauchskontrolle mit der neuen Version der Software AVANTI, die die Landeskirche den Gemeinden zur Verfügung stellt. Mit dem Programm erfassen die Energiebeauftragten der Kirchengemeinden regelmäßig Zählerstände, überwachen die Energieverbräuche und werten diese aus.

Im zweiten Halbjahr 2017 sind weitere Schulungen in Kooperation mit der Opens external link in new windowArbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz geplant.