rhenag-Klimapreis 2018: Schulsporthalle Elkenroth landet auf dem ersten Platz

Gewinner des rhenag-Klimapreises 2018 mit Trophäe

Thomas Mehrer, Leiter Energiegeschäft, verlieh die Klimapreise, die stellverstretend vom 1. Beigeordneten der VG Betzdorf-Gerbhardshain, Joachim Brenner und Schüler-Klimabotschafter Colin Haubrich entgegengenommen wurde. Foto: NB

Auf Platz 1 setzte die Jury des rhenag-Klimapreises 2018 das Projekt der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain. Die Kommune stellte die Energieversorgung der Schulsporthalle in Elkenroth mit einer leistungsstarken Photovoltaik-Anlage auf regenerativen Sonnenstrom um und optimierte dessen Nutzung durch die Kombination mit einem modernen Batteriespeicher. Die Sporthalle reduziert damit ihre CO₂-Emissionen erheblich.

In puncto Klimaeffekt und Nachhaltigkeit hat die zur Grundschule Elkenroth gehörige Sporthalle Modellcharakter. Daher wurde das dort realisierte Energiekonzept mit dem Hauptpreis in Höhe von 4.000 Euro gefördert. Die PV-Anlage dient der Stromerzeugung zur Abdeckung des Eigenbedarfs der Sporthalle. In Kombination mit dem Batteriespeicher, der gänzlich den Stromverbrauch in den Nachtstunden abdeckt, können zwischen 50% und 65% des Strombedarfs durch den selbst erzeugten und gespeicherten Regenerativstrom gedeckt werden. Dies entspricht einer CO₂-Einsparung von rund 5 Millionen Tonnen im Jahr. Die Grundschule Elkenroth dient als Anschauungsobjekt und wird hierdurch, zusammen mit bereits umgesetzten Energiesparmaßnahmen auf dem Gelände, zum absoluten Vorbild in der Region.

Auf Platz 2 landete ein Projekt zur Plastikvermeidung der Evangelischen Landjugendakademie Altenkirchen. rhenag unterstützt die geplante Informationskampagne mit 2.500 Euro und übernimmt damit die Kosten zu 100%. Teil der Kampagne ist die Ausbildung der Schüler zu jungen Klimaschutzbotschaftern. Diese informieren die Verbraucher dann in Lebensmittelmärkten über das Thema Nachhaltigkeit und Plastikvermeidung.

Das Projekt des Umweltschutzbeauftragten Josef Freiburg von der Gemeinde Much erzielte den 3. Platz. Die Anlage von Bienenbäumen, Insekten-Nisthilfen und Blühstreifen trägt langfristig zum Arten- und Naturschutz bei und verschafft zudem dem Thema "Insektenschutz" eine höhere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Durch die Zusammenarbeit mit Schulen und Museen wird die Artenvielfalt für Groß und Klein erlebbar und wird von der rhenag mit 3.000 Euro gefördert


Namhafte Jury vergibt rhenag Klimapreis

Der Klimapreis-Jury gehören neben rhenag-Experten auch Dr. Joachim Frielingsdorf und Michael Rohde von der EnergieAgentur.NRW sowie Benjamin Herrmann von der Energieagentur Rheinland-Pfalz an. Wichtigste Kriterien bei der Bewertung sind der Klimaeffekt, die Nachhaltigkeit, die Vorbildfunktion sowie der sogenannte Realisierungsschub, den die finanzielle Förderung durch rhenag dem Projekt verleiht. Der rhenag-Klimapreis wird seit 2014 vergeben und soll das Klimaschutz-Engagement der Kommunen in der Region honorieren.

Der Wettbewerb ist ein Baustein des breitgefächerten Klima-Engagements der rhenag. Mit zahlreichen eigenen Projekten zur regenerativen Stromerzeugung und klimaverträglichen Mobilität gehört der Regionalversorger zu den Motoren der lokalen Energiewende. Außerdem kompensiert rhenag die durch eigene Tätigkeiten entstehenden, unvermeidbaren CO2-Emissionen über internationale Klimaschutzprojekte und wird regelmäßig vom TÜV Nord als "Klimaneutrales Unternehmen" zertifiziert.