RENN.west ARENA: Leave no one behind

Der Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, Michael Hauer begrüßte die Gäste der RENN.west ARENA und beteiligte sich in workshops (RENN.west/Clemens Hess Fotografie)

„Leave no one behind“: So lautet die Präambel der Agenda 2030. Damit wird soziale Gerechtigkeit als zentrales Prinzip eingefordert. Die diesjährige RENN.west ARENA, die am 9. September 2019 in Ingelheim stattfand, griff diese Präambel auf. Sie stand unter dem Motto 'Keine nachhaltige Welt ohne soziale Gerechtigkeit'.

140 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutierten, was soziale Gerechtigkeit innerhalb der planetaren Grenzen bedeutet und wie sich die Ziele umsetzen lassen. Am Vormittag sprachen die Teilnehmer über konkrete Lösungsansätze zu vier aktuellen Brennpunkten der deutschen Nachhaltigkeitspolitik. Dabei ging es um Klimagerechtigkeit, Chancen und Grenzen von Beteiligungsformaten für Nachhaltigkeitsstrategien, um Hochschulen als Schlüsselakteure für nachhaltige Entwicklung und schließlich um den Rechtspopulismus als Herausforderung für die deutsche Nachhaltigkeitspolitik. Am Nachmittag wurden die zehn Preisträger des "Projekts Nachhaltigkeit 2019" aus der RENN.west-Region ausgezeichnet, darunter 'Werde WELTfairÄNDERER' des Bischöflichen Jugendamts der Diözese Mainz.

Bei der diesjährigen RENN.west ARENA wurde die Kampagne "Ziele brauchen Taten" vorgestellt. Die Kampagne zielt darauf ab, die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in der breiten Öffentlichkeit bekannter zu machen. Fußballprofis wie Julian Brandt (BVB) und der ehemalige Boxweltmeister Wladimir Klitschko werben intensiv in Videobotschaften, auf Bahnhöfen und in den sozialen Medien für die 17 Nachhaltigkeitsziele.


Die Regionalstelle West (RENN.west) ist eine von insgesamt vier Regionalen Netzstellen für Nachhaltigkeitsstrategien, die vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) eingerichtet wurden und gefördert werden. RENN.west unterstützt bei der Weiterentwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Saarland, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Ziel des Subnetzes ist es, durch aktive Vernetzungs- und Informationsarbeit eine nachhaltige Entwicklung in der Region zu unterstützen. Das Subnetz Rheinland-Pfalz/Saarland wird durch die Energieagentur Rheinland-Pfalz, ELAN, den Umweltcampus Birkenfeld, sowie die Europäische Akademie Otzenhausen repräsentiert.