19.04.2013

Regionalisierung: individuelle Lösungen statt Einheitskonzept für alle

Mit der Regionalisierung der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH geht es voran. Ziel ist, landesweit Außenstellen der Landesenergieagentur einzurichten, die die Energiewende flächendeckend zu den Menschen in die Regionen bringen sollen. Die Informations- und Aktionsangebote der zu gründenden regionalen Energieagenturen sind ein weiterer wichtiger Schritt in der Umsetzung der Energiewende. Sie sollen mit bereits etablierten Akteuren in den Regionen zusammenarbeiten. Um die Regionalisierung vorzubereiten, hat die Energieagentur Rheinland-Pfalz in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung intensive Gespräche mit Vertretern von Landkreisen, kreisfreien Städten, Kommunen und mit weiteren Akteuren über regionale Energieagenturen geführt.

„Alle diese Gespräche“, sagt Oliver Rechenbach, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, „haben einmal mehr gezeigt, dass die kommunalen Gebietskörperschaften die Energiewende aktiv mitgestalten wollen, sich verantwortlich einbringen, und zum großen Teil auch schon Beachtliches leisten. Weil aber die Regionen des Landes beispielsweise in ihrer Struktur und mit ihren energiepolitischen Akteuren und Akzenten sehr heterogen sind, können wir den Prozess der Regionalisierung nicht mit einem Einheitskonzept für alle schnell voranbringen. Um die spezifischen Erfordernisse jeder Regionen so gut wie möglich zu beantworten und die regionalen Energieagenturen jeweils so auszugestalten, dass sie optimal die Energiewende vor Ort vorantreiben können, setzen wir auf die individuelle Ausgestaltung unseres Konzepts. Das braucht seine Zeit, wird dafür aber nachhaltig erfolgreich sein.“  

In den Gesprächen, die voraussichtlich noch bis Ende Mai mit Vertretern der Regionen laufen, sind zum Teil schon Fragen weitgehend geklärt worden, so zum Beispiel, wo innerhalb ihres Einzugsgebietes der Sitz einer regionalen Energieagentur sein soll. Außerdem zeichnet sich ab, dass es neun statt der ursprünglich zehn geplanten regionalen Energieagenturen geben wird. Sobald alle weiteren Fragen zu solchen und ähnlichen Ausgestaltungsdetails verbindlich geklärt sind, kann die erste Nutzungsvereinbarung zwischen der jeweiligen Region und der Energieagentur Rheinland-Pfalz unterzeichnet werden. Noch ist offen, welches die regionale Energieagentur in Rheinland-Pfalz sein wird, die als erste ihre Arbeit aufnimmt.

Die regionalen Energieagenturen werden vor Ort die landesweiten Informations- und Aktionsangebote der Energieagentur Rheinland-Pfalz umsetzen, Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie den Ausbau Erneuerbarer Energien in ihrer Region vorantreiben und die einzelnen Akteure vor Ort in ihren Wissensaustausch und in gemeinsame Aktionen einbinden. Weder die Landesenergieagentur noch die regionalen Energieagenturen treten in Konkurrenz zu am Markt tätigen Akteuren.