05.04.2018

Regionales Grünstromprojekt aus Rheinland-Pfalz begeistert Europäer

Matthias Klein, Mathias Reinhart, Werner Robrecht und Elisabeth Wauschkuhn gaben einen Einblick in die Förderprogramme und stellten das GreenPowerGrid vor.

Vom 14. bis 16. März 2018 trafen sich in Sevilla die Partner des Öffnet internen Link im aktuellen FensterEU-Projektes SUPPORT (Support Local Governments in Low Carbon Strategies). Mehr als 40 Vertreter aus neun europäischen Ländern, darunter aus Deutschland, nahmen an dem Arbeitstreffen teil. Zielsetzung bei den Treffen ist es, von Pilot- und Leuchtturmprojekten zu lernen. Darüber hinaus holen sich die Projektpartner Inspirationen, um den Herausforderungen beim Klimaschutz und der Energiewende in der eigene Region besser begegnen zu können. Bei dem Treffen wurde ein Projekt in Rheinland-Pfalz vorgestellt, das die übrigen Europäer begeistert aufnahmen.

Einblicke in das EFRE-Förderprogramm

Unter der Fragestellung, wie Kommunen Energie- und Klimaschutzstrategien umsetzen und wie sie dabei bestmöglich unterstützt werden können, gab die Energieagentur Rheinland-Pfalz als Projektpartner, zusammen mit Vertretern des Umweltministeriums, der Stadtwerke Speyer (SWS) und dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM), einen Einblick in das Förderprogramm des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) in Rheinland-Pfalz. Zudem wurde ein Vorzeigeprojekt vorgestellt. „Die Tatsache, dass es Fördermittel für Kommunen gibt, ist ein wichtiger Impuls dafür, dass Projektideen, sei es in Richtung Energieeffizienz oder der Nutzung von regenerativen Energien, in den Kommunen auch umgesetzt werden“, sagt Wauschkuhn. Eine Aufgabe der Landesenergieagentur sei es, die Förderprogramme in den Kommunen bekannter zu machen. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz begleite Antragsteller - oft von der Projektidee bis hin zur Umsetzung des Projektes.

Leuchtturm "GreenPowerGrid", ein regionales Grünstromprojekt

Ein beispielhaftes Projekt, das mithilfe der EFRE-Förderung zustande gekommen ist, ist das Projekt „GreenPowerGrid“. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des Fraunhofer ITWM und der Stadtwerke Speyer. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz hatte 2014 mit einer Projektlounge im Rahmen der Smart-Grids-Woche den Weg für diese Partnerschaft geebnet. Zunächst stellte Matthias Klein vom Fraunhofer ITWM die Idee eines regionalen Grünstromspeichers vor. Diese Idee hatte bei den Stadtwerken Speyer Anklang gefunden. Denn sie unterstützt die Zielsetzung der Stadt, bis 2030 eine 100-prozentige regenerative Energieversorgung zu erreichen. Deshalb wurde die Idee gemeinsam zum Projekt „GreenPowerGrid“ weiterentwickelt. Mit GreenPowerGrid soll ein neues Ökostromangebot etabliert werden, das sich größtenteils aus den im Projekt aufgebauten Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichersystemen sowie regionalen Windkraftanlagen aus dem Umland der Stadt Speyer speist.