23.07.2018

POP2000 in Kusel macht sich auf die Suche nach Energiefressern im Betrieb

Die Öffnet internen Link im aktuellen FensterEnergiekarawane der Energieagentur Rheinland-Pfalz zieht seit Mai 2018 durch den Landkreis Kusel und bietet kleinen und mittleren Betrieben die Möglichkeit, ihre Einsparpotenziale kostenfrei von einem professionellen Energieberater aufdecken zu lassen. Judith Geuer, die Inhaberin des POP 2000 in den Bahnhofsarkaden in der Bahnhofstraße in Kusel, nutzte das Angebot eines kostenfreien Energie-Checks der Energieagentur, um individuelle Einsparmöglichkeiten in ihrem Betrieb ausfindig zu machen - mit Erfolg!

Wirtschaftliche Faktoren im Auge haben

Zusammen mit ihrem Team bietet Judith Geuer Mode für alle Generationen. Besonders wichtig sind ihr die persönliche Betreuung ihrer Kunden, kompetenter Service und Qualität. Als Geschäftsfrau muss sie natürlich auch die wirtschaftlichen Faktoren ihres Unternehmens im Auge haben und da können mögliche Kosteneinsparungen nicht schaden. Energieberater Frank Hallfell, enbiz engineering and business solutions GmbH, Kaiserslautern, machte sich gemeinsam mit Judith Geuer, ihrem Ehemann und ihrem Sohn auf die Suche nach Energie- und damit auch Kosteneinsparpotentialen in ihrem Betrieb.

Strom- und Heizkostenabrechnungen immer genau prüfen

Beim Energie-Check werden zunächst die Jahresverbräuche der drei vergangenen Jahre erfasst, um daraus anhand von Kennwerten Rückschlüsse auf Einsparpotentiale ziehen zu können. Hier empfiehlt der Energieberater die Strom- und Heizkostenabrechnungen immer genau zu prüfen und die Zählerstände abzugleichen. Ebenfalls wird im Verlauf des Energie-Checks die Anlagentechnik, wie beispielsweise Heizung, Lüftung und Beleuchtung genauer betrachtet. Auch die Gebäudehülle und der Einsatz von erneuerbaren Energien kann unter die Lupe genommen werden. Alle Hinweise, auch zu möglichen Förderprogrammen, hält der Energieberater in einem leicht verständlichen Beratungsprotokoll fest.

Bis zu 70 % Energieeinsparung bei der Beleuchtung

Im POP 2000 konnte als Energiesparmaßnahme der Ersatz der vorhandenen Leuchtstoffröhren durch LED-Technik identifiziert werden. Durch die Verwendung von LED-Retrofits anstatt komplett neuer LED-Leuchten lassen sich die Investitionskosten gering halten. LED-Retrofits sind passende Ersatzleuchtmittel mit LED-Technik für die vorhandenen Fassungen. Energieberater Frank Hallfell ermittelte eine Amortisationszeit der Maßnahme von unter einem Jahr. Immerhin können durch den Ersatz der alten Leuchtstoffröhren gegen moderne LED-Technik etwa 70 Prozent Strom eingespart werden.
Um den sogenannten Rebound-Effekt zu vermeiden, empfahl der Energieberater zudem, das bisher vorbildliche und sparsame Nutzerverhalten im POP 2000 auch weiterhin beizubehalten. Beim Rebound-Effekt wird ein Anteil des rechnerischen Einsparpotentials durch Effizienzsteigerungen von einem geänderten Nutzerverhalten wieder zunichte gemacht. Zur Erfolgskontrolle der Investition wurde zusätzlich das Führen einer monatlichen Statistik über die Stromverbräuche anhand der abgelesenen Zählerstände empfohlen.
Glücklicherweise hat Judith Geuer aufgrund des kurz bevorstehenden Energie-Checks und eines Vorgesprächs mit dem Klimaschutzmanager bereits auf die Nachbestellung von Ersatzleuchtstoffröhren verzichtet. Nun gibt es kaum noch Ersatz im Betrieb, der zunächst verbraucht werden müsste, sodass die Umsetzung der Energiesparmaßnahme LED-Leuchtmitteltausch direkt in Angriff genommen werden kann.

Anmeldung zum Energiecheck noch möglich

Interessierte Betriebe aus dem Landkreis Kusel können sich gerne noch bei der Energieagentur unter Tel.: 0631 20575 7141 oder per E-Mail bei Frau Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailStefanie Weber für den kostenfreien Energiecheck anmelden.