Neues KfW-Programm "Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft"

Abbildung Sparschwein

Die KfW hat mitgeteilt, dass zum 1. Januar 2019 das neue Förderangebot „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Kredit“ (Programmnummer 295) startet.

Was wird gefördert?
Gefördert werden Investitionen in die Anlagen- und Prozessmodernisierung:

Modul 1 Querschnittstechnologien:

  • Elektrische Motoren und Antriebe
  • Ventilatoren
  • Pumpen für die industrielle und gewerbliche Anwendung
  • Druckluftanlagen
  • Anlagen zur Abwärmenutzung bzw. Wärmerückgewinnung aus Abwasser
  • Dämmung von industriellen Anlagen bzw. Anlagenteilen
  • Frequenzumrichter

Modul 2 Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien:

  • Solarkollektoranlagen
  • Biomasseanlagen
  • Wärmepumpen

Modul 3 Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software

Modul 4 Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen, wie z.B.:

  • Verfahrensumstellungen
  • Maßnahmen zur Abwärmenutzung
  • Maßnahmen an der Gebäudeanlagentechnik, sofern sie primär auf Prozesse zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten wirken
  • Bereitstellung von Prozesswärme und -kälte
  • Vermeidung von Energieverlusten im Produktionsprozess

Für eine Förderung unter Modul 4 ist ein Einsparkonzept erforderlich.

Die Kosten für die Erstellung eines (Energie-)Einsparkonzepts und die Umsetzungsbegleitung der geförderten Maßnahme durch externe Energieberater ist ebenfalls förderfähig.

Wie erfolgt die Förderung?
Die Förderung erfolgt in Form von zinsgünstigen Darlehen und zusätzlichen Tilgungszuschüssen.

Die Tilgungszuschüsse in den Modulen ermitteln sich wie folgt:

  • für Maßnahmen aus Modul 1, 3 und 4 bis zu 30 % der förderfähigen Investitions(mehr)kosten
  • für Maßnahmen aus Modul 2 bis zu 45 % der förderfähigen Investitions(mehr)kosten

Kleine und mittlere Unternehmen erhalten in allen Modulen zusätzlich einen Bonus auf den Tilgungszuschuss in Höhe von 10 Prozentpunkten.

In Modul 4 ist die max. Förderung auf einen Betrag von 500 Euro pro eingesparter Tonne CO2 und Jahr bzw. für KMU auf 700 Euro pro eingesparter Tonne CO2 und Jahr begrenzt.
Der max. Tilgungszuschuss pro Vorhaben beläuft sich in Modul 1 auf 200.000 Euro und in den Modulen bis 2 bis 4 auf 10 Mio. Euro. 

Die Beihilferegelungen sind zu beachten.
 

Wer kann Anträge stellen?
Antragsberechtigt sind gewerbliche und kommunale Unternehmen, freiberuflich Tätige sowie Contractoren, unabhängig von ihrer Umsatzgröße.

Eine Internetseite zum Programm gibt es noch nicht.

 

Weiterhin informiert die KfW darüber, dass die beiden Programme „KfW-Energieeffizienzprogramm Abwärme“ (Programmnummer 294) und „KfW-Energieeffizienzprogramm Abwärme – Investitionszuschuss“ (Programmnummer 494) zum 31. Dezember 2018 eingestellt werden.