03.03.2017

Neue Förderprogramme für RLP-Kommunen zur Umstellung auf LED-Technik

Foto: Klaus Venus

Umweltministerin Ulrike Höfken hat zwei neue Förderoptionen für Kommunen zur Umstellung der Innen- und Außenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik vorgestellt.

30 bis 50 Prozent des kommunalen Stromverbrauchs gehen auf das Konto der Straßenbeleuchtung. Mit LED-Beleuchtung können Städte und Gemeinden im Vergleich zu herkömmlichen Beleuchtungstechniken ihre Stromkosten senken und bis zu 70 Prozent ihrer CO2-Emissionen einsparen. Bislang haben etwa 500 der rund 2.300 Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz auf energieeffiziente LED-Technologie umgestellt. Das entspricht einem Anteil von rund 25 Prozent der ca. 550.000 Straßenlaternen in Rheinland-Pfalz. Das Energieministerium will Kommunen bei der Umrüstung auf die LED-Technologie unterstützen: So sollen in den nächsten vier Jahren besonders die 116.000 ineffizienten Quecksilberdampflampen ersetzt werden. „Damit können über 10.000 Tonnen CO2 eingespart werden“, erklärte Höfken.

„Die Technik ist vorhanden und erprobt. Doch trotz der vielen, auch wirtschaftlichen Vorteile, werden nur drei Prozent der Lampen jährlich erneuert“, sagte Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Die Energieagentur unterstütze daher die Kommunen mit Informationen zu verfügbaren Technologien, mit Workshops zur Umrüstung auf LED-Leuchten sowie zu Fördermöglichkeiten, so Pensel.

Zwei neue Förderprogramme für Kommunen unterstützen Umstellung auf LED-Technologie

-       Das Förderprogramm Zukunftsfähige Energieinfrastruktur wird mit weiteren 1,3 Millionen Euro für energieeffiziente Straßen- und Außenbeleuchtung ausgestattet.Das Land wird die Umrüstung zu 20 Prozent unterstützen. Ab Sommer dieses Jahres können Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz finanzielle Mittel zur LED-Sanierung der Straßen- und Außenbeleuchtung beantragen.

-       Rheinland-Pfalz fördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter anderem den Einbau von hocheffizienten LED-Leuchten in kommunalen Gebäuden und Hallen, etwa in Sporthallen oder Klassenzimmern. Voraussetzung: Die CO2-Einsparung muss durch die Umrüstung bei mindestens 50 Prozent liegen und die Maßnahme auf kommunalen Strategien zum Klimaschutz, wie zum Beispiel einem kommunalen Klimaschutzkonzept, aufbauen. Die Förderquote liegt bei 50 Prozent. Anträge können ab sofort gestellt werden unter: https://kundenportal.isb.rlp.de

-       Bereits jetzt unterstützt das Land die LED-Umrüstung von finanzschwachen Kommunen aus Mitteln des ‚Kommunalen Investitionsprogramm 3.0‘ des Bundes. Die Kosten werden zu 90 Prozent gefördert – der Bund trägt 80 Prozent, das Land übernimmt 10 Prozent.