Netzwerktreffen der Klimaschutzpaten der Regionen Mittleres Moseltal und Osteifel: Förderprogramme im Fokus

Netzwerktreffen der Klimaschutzpaten der Regionen Mittleres Moseltal und Osteifel: Förderprogramme im Fokus

Die Klimaschutzpaten der Regionen Mittleres Moseltal und Osteifel nahmen an einem Netzwerktreffen mit Informationen zum Thema Fördermittel teil. (Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz)

Die ehrenamtlichen Klimaschutzpaten, die sich  im Rahmen des Projektes „Klimaschutz für kleine Kommunen durch ehrenamtliche Klimaschutzpaten“ (KlikK aktiv) engagieren, sind vergangene Woche zu einer Fortbildung und zum Erfahrungsaustausch in Traben-Trarbach zusammen gekommen.

Sabrina Wolf und Zeljko Brkic von der Energieagentur Rheinland-Pfalz gaben den 9 Teilnehmern einen Überblick über die umfassenden Landes- und Bundes-Fördermöglichkeiten für kommunale Klimaschutzprojekte. Dies sind Programme der KfW und des BAFA, aber auch die Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums sowie Förderprogramme des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, wie z.B. Zukunftsfähige Infrastruktur (ZEIS). „Die Förderprogramme für Kommunen sind vielseitig, aber genau deshalb ist es schwierig, den Überblick über die Möglichkeiten zu behalten und das passende Förderprogramm für eine geplante Klimaschutz-Maßnahme zu wählen“, so Zeljko Brkic. Umso wichtiger sei es für die ehrenamtlichen Klimaschutzpaten, einmal einen umfassenden Überblick über die gesamte „Förderlandschaft“ zu bekommen. Im Rahmen des Projektes KlikK aktiv unterstützen die Projektmitarbeiter der Energieagentur die Klimaschutzpaten bei der Auswahl passender Förderprogramme sowie auch bei der Antragsstellung.

Erste Ehrenamts-Projekte bereits in der Umsetzung

Die ersten Klimaschutzpaten aus der Region Mittleres Moseltal waren im Januar 2019 offiziell von ihren Kommunen benannt worden, um die Klimaschutzaktivitäten voranzutreiben. Von ihren bisher entfalteten  Aktivitäten und  Projektideen berichteten die Paten aus Traben-Trarbach, Sarah Hausmann und Maximilian Kinn.

Um Daten über die gesamten Energieverbräuche in ihrer Stadt erheben zu können, haben sie einen Fragebogen  entwickelt. Dieser Bogen wurde jetzt im Juli mit dem Mitteilungsblatt der Gemeinde an alle Haushalte verteilt und dient zur Ermittlung des energetischen Ist-Zustands der Stadt, aber auch dazu, mit den mit Bürgern in Kontakt zu treten.

Darüber hinaus erstellte Maximilian Kinn das Konzept einer Heizungsanlage auf Basis von Holzhackschnitzeln für den städtischen Bauhof. Es soll in der Stadtratssitzung im September vorgestellt werden.  Sarah Hausmann organisiert weiterhin einen Kochkurs „Klimafreundliches Kochen“ für Klimaschutzpaten und  weitere Multiplikatoren, der am 4. September in Traben-Trarbach angeboten wird.

Der Klimaschutzpate aus Bengel, Klaus Litzenburger, der in Begleitung seines Ortsbürgermeisters Bruno Kihm anwesend war, berichtete über das Projekt „Baumallee und Blumenstreifen an der B49“, das er zusammen mit seinen Kollegen aus Kinderbeuern, Jana Gräfen und Winfried Morgen, entwickelt und das in Kooperation mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) umgesetzt werden soll.

Richard Pestemer von der Gemeinde Neunkirchen im Hunsrück stellte die Planungen bezüglich des Anlegens von Wildblumenwiesen auf gemeindlichen Grünflächen vor.

Neue Klimaschutzpaten erweitern das Netzwerk

Im Rahmen des Netzwerktreffens wurden auch zwei neue Klimaschutzpaten vorgestellt und willkommen geheißen: Berthold Niestroj von der Gemeinde Oberbrombach (Landkreis und VG Birkenfeld) und Rudolf Schmidt von der Gemeinde Wasserliesch (Landkreis Trier-Saarburg, VG  Konz). Zurzeit sind insgesamt zehn durch ihre Gemeinden offiziell ernannten ehrenamtlichen Klimaschutzpaten in der Pilotregion Mittleres Moseltal in Sachen Klimaschutz unterwegs. Vier weitere Kommunen haben ihr Interesse an dem Projekt geäußert und sollen nach der Sommerpause offiziell KlikK aktiv-Kommune werden. Weiter interessierte Kommunen und Einzelpersonen sind herzlich willkommen.

Die erste Beigeordnete der Gemeinde Reil, Dagmar Barzen, nahm ebenfallsan dem Netzwerktreffen teil. Sie hofft nun auf eine erfolgreiche Suche nach den geeigneten Personen, die die Funktion der ehrenamtlichen Klimaschutzpaten für ihren Ort übernehmen wollen. Diese sollen dann im Rahmen der Gemeinderatsitzung im September offiziell mit dieser Aufgabe betraut werden.