Ministerin Spiegel und Fraktionsvorsitzender Braun zu Besuch

Bild: Energieagentur Rheinland-Pfalz

Bei ihrer Sommertour mit dem Thema „Richtung Zukunft: Wirtschaft und Klimaschutz gemeinsam weiterentwickeln“ machte Ministerin Anne Spiegel (Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz) Station bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern. Mit Geschäftsführer Michael Hauer und den Abteilungsleitern der Energieagentur Rheinland-Pfalz diskutierte die Ministerin über Themen wie Windenergie, Photovoltaik und alternative Mobilität. Spiegel wurde begleitet vom Vorsitzenden der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Dr. Bernhard Braun.

Ausbau von Windkraft und Photovoltaik

Ministerin Spiegel und Fraktionsvorsitzender Braun wiesen darauf hin, dass ihre Partei drei zentrale Anliegen verfolge: Den Ausbau von Windenergie und Photovoltaik (PV) und eine Solarpflicht für Neubauten. Bis 2030 soll der Zubau von Windenergie verdoppelt werden.

Geschäftsführer Michael Hauer sprach in diesem Zusammenhang das Ende der festen Einspeisevergütung für Windenergieanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) an. Hauer sprach sich für den Weiterbetrieb beziehungsweise das ertragreichere Repowering von Bestandsanlagen aus, auch wenn der Abstand zu Wohnhäusern weniger als 1000 Meter betrage. Allerdings sollte gegenüber der Bevölkerung eine größtmögliche Transparenz hergestellt und um Akzeptanz geworben werden.

Um die Klimaziele erreichen zu können, sei, so Spiegel und Braun, ein Ausbau der Photovoltaik notwendig. Ziel müsse eine Verdreifachung der installierten Leistung bis 2030 sein.

Matthias Schädler, Abteilungsleiter für nachhaltige Prozesse und Liegenschaften bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz, machte deutlich, dass in der Bevölkerung durchaus ein großes Interesse an Photovoltaik vorhanden sei. Das zeige das Solar-Speicher-Programm, das im letzten Oktober von der Landesregierung im Rahmen der Solar-Offensive gestartet und durch die Energieagentur Rheinland-Pfalz abgewickelt wird.

Ausbau der Ladeinfrastruktur

Von den im Bundesklimaschutzgesetz formulierten Zielen, bis 2030 sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen und 1 Million Ladepunkte im Land zu haben, ist Deutschland noch weit entfernt.

Bernhard Braun regte an, dass, wenn es im Rahmen des Klimaschutzpaketes der Bundesregierung die Möglichkeit gebe Fördermittel, beispielsweise für den Ausbau der Ladeinfrastruktur oder die Förderung von privaten Ladestationen nach Rheinland-Pfalz zu holen, das auch schnell geschehen sollte. „Um die Elektromobilität insgesamt zu stärken, müssen wir die Ladestruktur verbessern“, so Braun.

Benjamin Herrmann, Abteilungsleiter Kommunaler Klimaschutz und Mobilität, berichtete, dass vor allem Privatpersonen und zunehmend auch Kommunen die Beratungs- und Unterstützungsangebote der Lotsenstelle für Alternative Antriebe der Energieagentur Rheinland-Pfalz in Anspruch nehmen.

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