22.12.2016

Lichtverschmutzung belastet immer mehr Menschen und Tiere

Quelle: NASA Earth Observatory

Zu Weihnachten gehört nicht nur der stimmungsvolle Schein von Kerzen. Immer mehr Städte und Kommunen, aber auch private Hausbesitzer setzen auf energiereiche Lichteffekte mit künstlichem Licht. Neue Satellitenbilder der NASA belegen eindrucksvoll, dass die Lichtemissionen um Weihnachten und Neujahr herum in vielen Städten um rund 50 Prozent zunehmen. Schätzungen zufolge hellt eine Stadt mit 30.000 Einwohnern den Himmel in einem Umkreis von etwa 25 Kilometern auf. In Europa ist dadurch die Hälfte der Bevölkerung von konstanter Lichtverschmutzung betroffen, das heißt: der Verschmutzung von natürlichem durch künstliches Licht. Mögliche Folgen für die menschliche Gesundheit: Schlafstörungen aufgrund der verminderten Produktion des Schlafhormons Melatonin. Auch Tiere können betroffen sein: Vögel prallen gegen hell erleuchtete Hochhäuser und Fledermäuse verlieren die Orientierung.

Seit einigen Jahren setzt die „Earth Hour“ deshalb jährlich auch ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung: Für eine Stunde wird die Beleuchtung an öffentlichen Gebäuden ausgeschaltet. Am 25. März 2017 gehen bei der nächsten Opens external link in new windowEarth Hour auch in Deutschland wieder vorübergehend die Lichter aus. Zudem fordern Umweltschützer den verstärkten Einsatz von Energiesparlampen und Ökostrom.