18.05.2018

Länderübergreifendes Treffen von Klimaschutzmanagern

Mit rund 120 Teilnehmern/innen war das länderübergreifende Klimaschutzmanagertreffen ein schöner Erfolg.

Über 120 Klimaschutzbeauftragte und Klimaschutzmanager kamen am 16. Mai 2018 in Mannheim zu einem länderübergreifenden Erfahrungsaustausch zusammen. Mit dabei waren Fachleute aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Im Fokus der Tagung standen aktuelle Entwicklungen wie die Verankerung des Klimaschutzes als kommunale Daueraufgabe, die nachhaltige Mobilität oder die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Hinzu kamen der fachliche Austausch und die Vorstellung neuer Projekte. Das Treffen fand zum fünften Mal statt; in diesem Jahr kamen rund ein Drittel mehr Teilnehmer als 2017. Das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg und die Energieagentur Rheinland-Pfalz organisierten das Treffen.

Städte, Gemeinden und Landkreise haben einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der nationalen Klimaschutzziele zu leisten. Klimaschutzmanagerinnen und -managern kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Sie sind zuständig für den Klimaschutzprozess in der Kommune und haben die Aufgabe, Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft zu gewinnen und die Aktivitäten zu koordinieren. Die Fachleute müssen Dialogprozesse anstoßen und die Umsetzung der Klimaschutzkonzepte voranbringen. Zu ihrem vielfältigen Aufgabenbereich gehören unter anderem die energieeffiziente Modernisierung kommunaler Liegenschaften, der Ausbau erneuerbarer Energien, eine nachhaltige Verkehrsplanung, Energiesparprojekte in Unternehmen und nicht zuletzt die Öffentlichkeitsarbeit.

Vorreiter Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

In Baden-Württemberg engagieren sich bereits viele Kommunen auf diesem Gebiet: Über 200 sind dem Klimaschutzpakt zwischen dem Land und den kommunalen Landesverbänden beigetreten und wollen gemeinsam vorankommen. In den letzten Jahren haben sich über 300 Städte und Gemeinden sowie 25 Landkreise integrierte Klimaschutzkonzepte erarbeitet. Rund 100 Städte und Gemeinden sowie die Hälfte der 35 Landkreise haben eine Stelle für das Klimaschutzmanagement geschaffen. Um die Umsetzung der Maßnahmen voranzutreiben, hat sich der European Energy Award bewährt: Rund 100 Städte und Gemeinden sowie 20 Landkreise nehmen an dem Programm teil.

„Gefragt ist jetzt die Verstetigung des kommunalen Klimaschutzes“, sagt Harald Bieber, Leiter des KEA-Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz. „Ein fachlicher Austausch lohnt sich dafür sehr. Die Kompetenzen bündeln statt einzeln agieren, ist die Devise unserer regelmäßigen Treffen.“

In Landkreisen, Städten und Gemeinden sind in Rheinland-Pfalz über 60 Klimaschutz- und Sanierungsmanager tätig. Aktuell werden rund 230 Klimaschutzkonzepte, Quartierskonzepte und Energiekonzepte in weit über 100 rheinland-pfälzischen Kommunen bearbeitet.

Klimaschutz lohnt sich auch aus wirtschaftlichen Gründen

„Die Kommunen haben inzwischen erkannt, dass Klimaschutz nicht nur Geld kostet, sondern vor allem auch Geld sparen kann“, betont Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz.
Kommunaler Klimaschutz dient nicht nur der Umwelt. Klimaschutzkommunen treiben die Erneuerung der Infrastruktur bei Stromversorgung, Gebäuden und Verkehr voran, senken ihre Energiekosten, machen sich unabhängiger von Energieimporten und halten Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region.