01.10.2015

Kommunalrichtlinie 2015/2016: Neue Fördermittel für kommunalen Klimaschutz

Am 01. Oktober 2015 tritt die Novellierung der Kommunalrichtlinie in Kraft. Neben verschiedenen neuen Fördertatbeständen oder Neuauflagen ausgelaufener Förderprogramme hat sich auch das Zeitfenster der Antragstellung geändert. Anträge können gestellt werden vom 1. Oktober 2015 bis 31. März 2016, 1. Juli bis 30. September 2016, 1. Januar bis 31. März 2017 und 1. Juli bis 30. September 2017.

Anträge sind demnach in einem ersten Antragsfenster ab heute bis Ende März 2016 möglich.

Die ganzjährige Antragsfrist für Klimaschutzmanager und Anschlussvorhaben, Ausgewählte Maßnahmen sowie Energiesparmaßnahmen an Schulen und Kitas bleibt weiterhin gültig.

Die zentralen Änderungen sind neben der Erhöhung einzelner Förderquoten und Maximalzuwendungen die Wiederaufnahme des Fördertatbestandes kommunale Außen-/Straßenbeleuchtung und die Aufnahme von investiven Maßnahmen in Kindertagesstätten, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Sportstätten und Schwimmhallen; dort u.a.:

Sanierung der Außenbeleuchtung durch LED-Beleuchtungstechnik (30%)

Sanierung und Austausch zentraler raumlufttechnischer Geräte (35%)

Nachrüstung / erstmaliger Einbau energieeffizienter dezentraler raumlufttechnischer Geräte in Kindertagesstätten und Schulen (35%)

Sanierung der Innen- bzw. Hallenbeleuchtung durch LED-Beleuchtungstechnik (40%)

Austausch alter Pumpen durch Hocheffizienzpumpen inkl. hydraulischer Abgleich (40%)

Dämmung von Heizkörpernischen (40%)

Ersatz ineffizienter zentraler Warmwasserbereitungsanlagen gegen dezentrale Warmwasserbereitung (40%)

Nachrüstung einer Wärmerückgewinnung aus Grauwasser bei Schwimmhallen und Sportstätten (40%)

Austausch nicht regelbarer Pumpen gegen regelbare Hocheffizienzpumpen für das Beckenwasser in Schwimmhallen (40%)

Einbau einer Gebäudeleittechnik (40%)

Einbau von Verschattungsvorrichtungen mit Tageslichtnutzung (40%)

Weitere Details wie Merkblätter zu den Fördertatbeständen können online hier abgerufen werden. Excel-Berechnungsgrundlagen für die Antragstellung investiver Maßnahmen sind hier zu finden.

Detaillierte Hinweise auch zu den Neuregelungen der Kommunalrichtlinie gibt die Energieagentur Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschatz (sk:kk) am Deutschen Institut für Urbanistik (difu), dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium und der KfW-Bank in der Informationsveranstaltung „Fördermittel für den kommunalen Klimaschutz“ am 25. November 2015 in Kaiserslautern. Außerdem infomiert die Energieagentur mit einem Infoblatt zur novellierten Kommunalrichtlinie.