26.06.2013

Kommunale Klimaschutzmanager treffen sich in Sprendlingen

Acht Klimaschutzmanager aus unterschiedlichen Kommunen in Rheinland-Pfalz haben sich am 24. Juni 2013 auf Einladung der Energieagentur Rheinland-Pfalz in Sprendlingen-Gensingen getroffen. Der Verbandsbürgermeister von Sprendlingen-Gensingen Manfred Scherer begrüßte die Klimaschutzmanager vor Ort und führte aus, welche Bedeutung der Klimaschutz für seine Gemeinde hat und wie viele Maßnahmen umgesetzt werden konnten: So zum Beispiel die Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung oder die Rekommunalisierung der Strom- und Gasversorgung.  Bei der Besichtigung des im Bau befindlichen Blockheizkraftwerks für ein Nahwärmenetz in der Grundschule Sprendlingen konnten die Klimaschutzmanager eines der aktuellsten Projekte der Gemeinde für eine nachhaltige Energieerzeugung in Augenschein nehmen.

Anne Schuster, Klimaschutzmanagerin in Worms, berichtete über die „Energiekarawane“ der Initiative Energieeffizienz Metropolregion Rhein-Neckar, die das Thema energetische Sanierung direkt zu den Menschen bringt und so eine hohe Beratungsquote auch bei Verbrauchern erreicht, die nicht von sich aus zu einer Energieberatung kommen. Weitere Vorträge gab es von Seiten der Energieagentur Rheinland-Pfalz zum Thema „Contracting“ für Energieeffizienz und von Jörg Kiesgen der Firma Gedea Ingelheim zu Stromspeichern für Photovoltaik-Anlagen.

Intensiv diskutiert wurde auch die Rolle der Klimaschutzmanager in unterschiedlich großen Kommunen, unterschiedlichen Verwaltungen und unterschiedlichen politischen Konstellationen. Das Bundesumweltministerium fördert die Einstellung kommunaler Klimaschutzmanager für drei Jahre, danach ist eine Verlängerung auf insgesamt maximal fünf Jahre möglich. Daher ging es auch um die Frage, wie ein Fortbestehen des Klimaschutzes in den Kommunen nach Ende dieser Förderung gewährleistet werden kann. So diskutierten die Klimaschutzmanager gemeinsam mit Cathrin Gudurat vom Deutschen Institut für Urbanistik die Frage, wie man den Mehrwert aus Klimaschutzaktivitäten für die Kommunen darstellen kann. Oft sei es schwierig, die Erfolge des Klimaschutzes monetär und sehr kurzfristig abzubilden. Da fehle es noch an geeigneten Methoden. Im Übrigen gab es auch den nachdrücklichen Wunsch, darauf hinzuarbeiten, dass Klimaschutz als Wert an sich und wichtige Zukunftsaufgabe wahrgenommen wird.

Auf Einladung der Energieagentur Rheinland-Pfalz treffen sich die durch das Bundesumweltministerium geförderten Klimaschutzmanager in Rheinland-Pfalz viermal jährlich jeweils in einer anderen Kommune zu einem Austausch. Dazu werden auch externe Experten eingeladen.