08.11.2017

Klimakonferenz-Journalisten besuchen „Avantgarde-Region“ der Energiewende

Staatssekretär Dr. Thomas Griese vom Mainzer Umweltministerium informierte die Journalistengruppe über den Stand der Energiewende in Rheinland-Pfalz (Bild: Energieagentur Rheinland-Pfalz/Axel Bernatzki).

Mikrofone, Laptops, Kameras: Geballte professionelle Aufmerksamkeit schlug Staatssekretär Dr. Thomas Griese im Gemeindehaus von Neuerkirch entgegen, als er über den Opens external link in new windowStand der Energiewende in Rheinland-Pfalz referierte. Rund 20 Journalistinnen und Journalisten als Mittel- und Osteuropa waren vom Tagungsort der Opens external link in new windowWeltklimakonferenz in Bonn auf den Hunsrück gekommen, um sich über avantgardistische Projekte der Energiewende zu informieren. Man fühle sich höchst geehrt von dieser Beachtung, sagte der Staatssekretär bei seinen Begrüßungsworten und schloss sich damit Landrat Dr. Marlon Bröhr an, der bereits am Vorabend die internationalen Berichterstatter willkommen geheißen hatte.

Der Rhein-Hunsrück-Kreis als Vorzeigeregion - Klimaschutz und regionale Wertschöpfung gehen dabei Hand in Hand. Mit beeindruckenden Zahlen hatte Kreisklimaschutzmanager Frank-Michael Uhle zum Auftakt der Journalistenreise diese Einschätzung untermauert. Und zugleich darauf verwiesen, dass die Besucher sich am Folgetag von der Qualität der Energiewende-Projekte und der daraus finanzierten Infrastrukturmaßnahmen einen eigenen Eindruck verschaffen könnten.

Intensive Nachfragen belegten das Interesse der Gäste an der Präsentation von „Opens internal link in current windowDESIGNETZ“ durch die Westnetz GmbH wie an Grieses Opens external link in new windowStatusbericht zur Umsetzung der Energiewende im Land. Nur ein einziges Mal musste der Staatssekretär mit einer eindeutigen Antwort passen: Ob es mit „Jamaika“ in Berlin klappen werde, hatte der Fragesteller wissen wollen.

„Leuchttürme“ im Rhein-Hunsrück-Kreis

Dass die rein regenerative Versorgung mit Wärme klappt, davon konnte sich die Besuchergruppe an der Heizzentrale zwischen Neuerkirch und Külz überzeugen. Simultan ins Englische übersetzt, stellte der Külzer Altbürgermeister Aloys Schneider die Entstehung dieses „Leuchtturm-Projekts“ vor - wortgewaltig unterstützt vom früheren Landrat Bertram Fleck.

Und so folgte „Leuchtturm“ auf „Leuchtturm“: Grünschnitt-Aufbereitung, Freiflächen-Photovoltaik und Verwaltungsgebäude im Passivhaus-Standard bei der Rhein-Hunsrück-Entsorgung, Wind- und Solarpark in Mastershausen sowie schließlich der Touristenmagnet „Geierlay“-Hängebrücke bei Mörsdorf, der ohne die langfristig gesicherten Erträge aus Windenergie-Pachten nicht zu finanzieren gewesen wäre.

Die Stationen der Tour durch den Rhein-Hunsrück-Kreis und Ortsnamen wie Horn, Schnorbach oder Kisselbach haben enorm an Bekanntheit gewonnen. Denn noch während der Bus auf der Hunsrückhöhe unterwegs war, sind die ersten Beiträge der mitreisenden Journalisten erschienen - beinahe „live“, im Internet.


Weitere Informationen:

Opens external link in new windowStatusbericht zur Energiewende in Rheinland-Pfalz

Opens internal link in current windowBeispiele regionaler Energiewende im Rhein-Hunsrück-Kreis

Opens internal link in current windowRegionalbüro Mittelrhein der Energieagentur Rheinland-Pfalz

Opens internal link in current windowProjekt Designetz

 

Bilder unten (Energieagentur Rheinland-Pfalz/Axel Bernatzki):

Vor-Ort-Besichtigung der Heizzentrale, die rein regenerativ den Wärmeverbund der Dörfer Neuerkirch und Külz bedient. Während der Sommermonate können die Holzhackschnitzelbrenner Pause machen, dank einer großen Solarthermie-Anlage auf einem benachbarten Wiesengrundstück.

Simultan ins Englische übersetzt, einschließlich der Gestik: Altbürgermeister Aloys Schneider (2.v.r.) erläutert die Entstehungsgeschichte des Vorzeigeprojektes (neben ihm sein Nachfolger im Amt, Bernd Ries)