28.11.2017

Jahrestreffen des Netzwerks Elektromobilität

Die Teilnehmer des Jahrestreffens des Netzwerks Elektromobilität in Mainz. Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz

Die Lotsenstelle für alternative Antriebe bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz hatte zum Jahrestreffen des Netzwerks Elektromobilität nach Mainz eingeladen. Sieben Jahre nach Gründung des landesweiten Netzwerks ist die Elektromobilität aktueller denn je. Gerade die Skandale um geschönte Abgaswerte von Autos mit Verbrennungsmotoren bescheren dem Thema starken Auftrieb. Doch nicht nur das: Kommunen müssen sich angesichts drohender Klagen intensiv mit Stickoxid- und Feinstaubbelastungen auseinandersetzen und Lösungen finden, um die Emissionen in den Innenstädten deutlich zu reduzieren. Die Elektrifizierung des Verkehrs bietet hier eine Möglichkeit. Denn neben dem geringeren CO2-Ausstoß spricht für Elektromobile, dass sie lokal emissionsfrei fahren.

Diese Vorteile sprachen auch die beiden anwesenden Staatssekretäre Andy Becht (Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau) und Dr. Thomas Griese (Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten) an. Sie bekräftigten, dass die Landesregierung die Elektromobilität unterstütze, und das sowohl in Rheinland-Pfalz als auch auf Bundesebene. Die Landesverwaltung selber vollzieht die schrittweise Umrüstung von Teilen des eigenen Fuhrparks auf alternative Antriebe.

Breites Themenspektrum: Von Dieselgipfel bis Rollator

Die Impuls- bzw. Fachvorträge des diesjährigen Netzwerktreffens waren thematisch breit gefächert. Über die Frage, wie sich die Elektromobilität infolge der Diesel- und Städtegipfel auf Bundesebene entwickeln kann, referierte Gerhard Harmeling aus dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. Christoph Rentschler vom Institut für Mobilität und Verkehr (imove) der TU Kaiserslautern stellte die Strategie "Tankstelle 2.0" vor, die sich mit der nachhaltigen Versorgung von Kraftfahrzeugen mit alternativen Antrieben beschäftigt. Mit der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen beschäftigt sich das Commercial Vehicle Cluster, dessen Arbeit der Geschäftsführer Dr. Martin Thul vorstellte.

Dass Elektromobilität durchaus auch 'im Kleinen' wirken kann, zeigten zum einen der Beitrag von Klimaschutzmanagerin Daria Paluch über den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Verbandsgemeinde Wörrstadt (Kreis Alzey-Worms), zum anderen das Blitzlicht zum Projekt "Entwicklung zur Steigerung der Energieeffizienz eines Rollators", das Johann Gerst der Hochschule Kaiserslautern einbrachte.

Rund um die Vorträge und während der Vernetzungsphasen entstanden rege Diskussionen, unter anderem zu den Fragen der nachhaltigen Stromversorgung von Elektromobilen, den Handlungsspielräumen von Kommunen und zu finanzieller Unterstützung seitens des Bundes.

Lotsenstelle für alternative Antriebe berät und vernetzt

Gerade der Austausch der Teilnehmer ist ein zentrales Element des Netzwerks Elektromobilität, das 2010 als Bestandteil eines mit Landes- und EFRE-Mitteln geförderten Forschungsprojekts um die TU Kaiserslautern entstand. Die Koordination liegt seit April 2015 bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz, seit Anfang 2017 betreut die Lotsenstelle für alternative Antriebe das Netzwerk.

"Die Lotsenstelle ist die zentrale Anlaufstelle für rheinland-pfälzische Kommunen bei allen Anfragen zum Thema alternative Antriebe und Elektromobilität. Sie zielt außerdem darauf ab, die bereits im relevanten Themenbereich aktiven institutionellen Akteure und Interessensgruppen zu vernetzen – zum Beispiel hier im landesweiten Netzwerk Elektromobilität", erläuterte Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Und fügte hinzu, dass sich die Einrichtung der Stelle bereits bewährt habe: "Wir freuen uns über die hohe Resonanz auf diese Angebote und über die sehr guten Erfolge, die damit bereits erzielt wurden."

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