Infoveranstaltung zu Solaren Wärmenetzen

In ländlichen Gemeinden werden mehr und mehr Wärmenetze aufgebaut. Als Wärmequelle dienen meist Biomasse-Heizanlagen oder Biogasanlagen. Doch die Biomassepotenziale sind begrenzt – und wertvoll.

Insbesondere in den Sommermonaten und Übergangszeiten können durch den Einsatz von Solarkollektoren die Biomasseressourcen geschont werden. Solarkollektoren wandeln das Sonnenlicht direkt in Wärme um. Auch an Tagen mit bedecktem Himmel und kalten Außentemperaturen wird so ein spürbarer Beitrag zur Wärmeversorgung geleistet.

Durch die Landesregierung Rheinland-Pfalz seien bereits 16 Wärmenetze gefördert worden, darunter drei Wärmenetze mit solarer Unterstützung, betonte Staatsekretär Griese in seinem Grußwort. Die Solarkollektoren liefern jeweils rund 20-25 % des jährlichen Wärmebedarfs in den drei geförderten Projekten.

Im Rahmen der Vortragsveranstaltung wurde hervorgehoben, dass große Solarkollektoranlagen bereits für 3-5 ct/kWh Wärme bereitstellen können. Dennoch stehe deren Einführung in Deutschland noch ganz am Anfang – während in Dänemark bereits mehr als 100 solcher Anlagen betrieben werden. Eine solarthermische Unterstützung erfolgt auch in ersten Wärmenetzen für urbane Räume. Entsprechend groß ist das Zubaupotenzial.

Bei der Realisierung von Wärmenetzen bilden die erforderlichen thermischen Pufferspeicher einen interessanten Ansatz zur Sektorenkopplung zwischen Strom- und Wärmeversorgung. Durch den Einsatz von Wärmepumpen können die Wärmespeicher noch effizienter genutzt werden.

In den zwei getrennten Foren am Nachmittag wurden die technische Planung und Realisierung von Wärmenetz-Vorhaben, sowie kaufmännische und rechtliche Aspekte bei der Umsetzung vertieft. Damit soll ein Beitrag zur Unterstützung von weiteren Projekten geleistet werden.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die lokalen Wärmenetze und Heizzentralen in Ellern und Neuerkirch/Külz – beide im Rhein-Hunsrück-Kreis – zu besichtigen. Die zuvor vermittelten Fachinformationen wurden so am konkreten Objekt begreifbar.

Zu den Vorträgen der Veranstaltung

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