11.11.2016

Infotag Biogas: Die Zukunftsoption heißt flexible Stromproduktion

Energiestaatssekretär Thomas Griese: "Biogasbetreiber müssen ihre Stromproduktion flexibilisieren.". Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz/Sonja Schwarz

Biogasanlagenbetreiber stehen derzeit unter erheblichem wirtschaftlichem Druck.  Ohne weitreichende Anpassungen im technischen und organisatorischen Bereich werden bestehende Anlagen weitestgehend aus dem Markt ausscheiden. Der Grund: Das ab 2017 geltende Erneuerbare-Energien-Gesetz sieht u.a. einen deutlich flexibleren Betrieb von Biogasanlagen vor.

Energiestaatssekretär Thomas Griese unterstrich bei einem Infotag der Energieagentur Rheinland-Pfalz in Trier vor gut 80 Teilnehmern: „Damit Biogas-Anlagenbetreiber mit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) 2017 weiterhin wettbewerbsfähig bleiben und schon heute die Biogasproduktion für den Energiemix der Zukunft vorbereiten, müssen sie ihre Stromproduktion flexibilisieren“. Bislang laufen Biogasanlagen in der Regel im Grundlastbetrieb und produzieren auch in Zeiten, in denen genügend Strom aus Windkraftanlagen und Photovoltaik eingespeist werden kann. Eine wesentliche Zukunfts-Option für Biogasanlagen besteht darin, dass diese vorrangig Strom in Zeiten produzieren, in denen die Nachfrage entsprechend hoch ist und der Strom besonders hohe Erlöse bringt, sind sich Fachleute sicher.

Am Beispiel einer 500 KW Biogasanlage erfuhren die Teilnehmer, welche Schritte notwendig sind, um bestehende Anlagen  flexibel und marktkonform um- bzw. aufzurüsten. Entsprechende Vorbereitungen und Planungen sollten nach Möglichkeit im Idealfall zehn Jahre vor Auslauf der festen EEG-Vergütungszeit beginnen, so die Experten.