Homeoffice und ÖPNV entlasten die Umwelt: Rechnen Sie selbst!

Egal ob für die Fahrt ins Büro oder zu einem Außentermin, mit der Wahl des richtigen Verkehrsmittels kann der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) und damit der eigene CO2-Fußabdruck und der des Arbeitgebers gesenkt werden. Laut einer Studie, an der das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung beteiligt war, gingen die Emissionen im Verkehrssektor durch Homeoffice und Kurzarbeit im 1. Halbjahr 2020 weltweit um 40 Prozent zurück. Durch die gesunkenen verkehrsbedingten CO2-Emissionen während der Corona-Lockdowns wird immer deutlicher: Homeoffice hilft bei der Vermeidung von Treibhausgasemissionen.

Vermeidbare Treibhausgasemissionen auf dem Arbeitsweg

So kann ein Mitarbeiter mit einem Tag Homeoffice insgesamt 6,7 Kilogramm CO2-Äquivalente einsparen, wenn man annimmt, dass die Fahrt ins Büro und zurück nach Hause 30 Kilometer lang ist und sein Benzin-Pkw rund sieben Liter auf 100 Kilometer verbraucht. Kann er statt des Autos mit dem Zug fahren, spart er immerhin fast fünf Kilogramm CO2-Äquivalente.

Innerhalb eines Jahres spart der Mitarbeiter 1,3 Tonnen an klimaschädlichen Emissionen, wenn er im Homeoffice arbeitet anstelle mit dem Benzin-Pkw zur Arbeit zu pendeln. Nutzt er den Zug im Nahverkehr, vermeidet er 270 Kilogramm CO2-Äquivalente.

Zur Einordnung: Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, dann verbleibt jeder Person in Deutschland ein „CO2-Budget“ von unter 1 Tonne im Jahr – so das Umweltbundesamt. Durchschnittlich verursachen wir in Deutschland pro Person und im Jahr allerdings mehr als 11 Tonnen CO2.

Es kommt also dem eigenen CO2-Fußabdruck zugute, wenn im Homeoffice gearbeitet wird und wir für den Weg zum Büro auf den öffentlichen Nah- und Fernverkehr zurückzugreifen.

Eigenen CO2-Fußabdruck ermitteln

Der excelbasierte CO2-Fahrten- und Homeoffice-Rechner der Energieagentur beinhaltet zwei Rechner:

  • Der CO2-Fahrten-Rechner (excel, 454 KB) zeigt die Treibhausgasemissionen für Einzelfahrten auf und ermöglicht einen Verkehrsmittelvergleich für Dienstreisen.
  • Der CO2-Homeoffice-Rechner (excel, 454 KB) zeigt die Treibhausgasemissionen, die durch Inanspruchnahme von Homeoffice eingespart werden können oder die die Pendlerfahrten der Mitarbeiter zur Arbeitsstätte und zurück verursachen.

Hinterlegt sind Emissionsfaktoren, die auch die Vorketten (Emissionen aus der Erzeugung, Aufbereitung und Transport, …) berücksichtigen. Betrachtet werden bei den Pkws verschiedene Antriebsarten von fossil über Gas bis rein batterieelektrische Vehikel (BEV), sowie der öffentliche Nah- und Fernverkehr und Flugreisen.

Der CO2-Fahrten- und Homeoffice-Rechner der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

Zum CO2-Fahrten- und Homeoffice-Rechner (excel-Tool, 454 KB)