04.05.2016

Hoher Informationsbedarf bei Energiemanage-mentsystemen für Unternehmen

Welche Optionen für ein Energiemanagementsystem für Unternehmen gibt es? Wie viel Energie und Kosten lassen sich dadurch sparen? Welche Fördermittel zur Einführung des Instruments existieren? Diese Fragen beantwortete ein Praxisworkshop der Energieagentur mit rund fünfzig Unternehmensvertretern aus Rheinhessen-Nahe und angrenzenden rheinland-pfälzischen Regionen am 28. April in Bad Kreuznach.

Landrat Franz-Josef Diel hob in seinem Grußwort die umweltbezogenen Vorteile und Kosteneinsparungspotenziale der Energieeffizienzsteigerung in Unternehmen hervor. Im Anschluss erläuterte Kurt Seidel, Fachreferent der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH, die Grundfunktionen und erhöhten Anforderungen von Energiemanagementsystemen nach der ISO 50000er-Reihe, deren Ziel es ist, die Energiesituation innerhalb von Unternehmen transparent zu machen, um anschließend durch die Umsetzung geeigneter Maßnahmen Energie einzusparen, die Energieeffizienz zu erhöhen und Kosten zu senken. Roland Berger, Geschäftsführer der ÖKOTEC Energiemanagement GmbH, veranschaulichte die Abläufe bei der schrittweisen Einführung eines Energiemanagementsystems und ging auf die Methodik zur Aufstellung von Energiekennzahlen sowie auf Praxisbeispiele zur Einführung eines Energiemanagementsystems ein.

Anschließend informierte Matthias Hoffmann, Referatsleiter beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), die Workshopteilnehmer über die Fördermöglichkeiten für Energiemanagementsysteme und ging dabei im Detail auf relevante Fördervoraussetzungen, Fördermaßnahmen und den Ablauf der Förderverfahren ein. Laura-Katharina Beresheim, Sales Managerin bei der RSW Technik GmbH, wies die Unternehmensvertreter auf wichtige Aspekte bei der schrittweisen Implementierung eines betrieblichen Energie- und Lastmanagements mit einer förderfähigen Energiemanagementsoftware hin und illustrierte diese mit Beispielen aus der Praxis. Außerdem ging sie auf das in diesem Kontext bedeutende Spitzenlastmanagement ein.

Die regen Diskussionen, die sich im Verlauf der halbtägigen Veranstaltung entwickelten, zeigten nicht nur das große Interesse der Unternehmen, Energiemanagement verstärkt als Möglichkeit zur Optimierung der eigenen Produktionsprozesse zu nutzen, sondern auch den bestehenden Informationsbedarf mit Blick auf konkrete Umsetzungs- und Fördermöglichkeiten.

Schaubild zum Ablauf des Förderverfahrens
Leitet Herunterladen der Datei einFaktenpapier zu Energiemanagement Standards