18.12.2017

Großes Interesse am Webinar „Mieterstrommodell“

Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz

Im Rahmen der Solarinitiative Rheinland-Pfalz wurde am 14. Dezember 2017 das erste Webinar zum Thema Mieterstrommodell durchgeführt. Über 95 Interessenten meldeten sich zum Webinar an. „Wir führten im Rahmen der Solarinitiative Rheinland-Pfalz zum ersten Mal ein solches Format durch. Das große Interesse an der Veranstaltung zeigt uns, dass wir mit dem Mieterstrommodell nicht nur das Richtige Thema auf die Agenda gesetzt, sondern auch das richtige Format gewählt haben“, so Dr. Ralf Engelmann, Referent für regenerative Energieversorgungskonzepte bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz.

Mieterstrommodell mit großem Potential

Das Mieterstrommodell war bereits Thema in der Öffnet externen Link in neuem FensterStudie „Attraktive Geschäftsmodelle mit PV-Anlagen“, die in Kooperation von der Energieagentur Rheinland-Pfalz und dem Beratungsunternehmen BET in Aachen erstellt wurde und als kostenfreier Download auf der Homepage der Energieagentur zur Verfügung steht. „Wir haben uns für das Thema Mieterstrommodell für das Webinar entschieden, da es erst in diesem Jahr verabschiedet wurde und wir großes Potential bei diesem Thema sehen“, so Dr. Engelmann weiter.

Dank des 2017 eingeführten Mieterstromgesetztes ist es für Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften, Energieversorgungsunternehmen, Vermieter von Wohnobjekten sowie Bürgerenergiegesellschaften interessant geworden, Solarstrom im Mehrfamilienhaus zu produzieren und an die Mieter weiter zu geben. Das Potential für solche Modelle ist in deutschen Städten sehr hoch. Laut einer Potentialstudie des Bundesverbandes Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, dem Deutschen Mieterbund und dem Bundesverband Solarwirtschaft könnten bis zu 1,4 Millionen Mieter durch die Umsetzung von Mieterstromprojekten preiswerten Solarstrom beziehen.“

Mieterstrommodelle sind wirtschaftlich umsetzbar

Die Umsetzung von Mieterstrommodellen wird häufig in Kooperation zwischen Stadtwerke, BEGs oder regional geprägten EVUs und Wohnungsbaugesellschaften durchgeführt. Die PV-Anlagen dürfen im Mieterstrommodell eine Nennleistung von 100 kWp nicht überschreiten und das Gebäude, in dem der Solarstrom verbraucht wird, muss zu 40 Prozent dem Wohnen dienen. Des Weiteren darf der Mieterstromtarif nur maximal 90 Prozent des Grundversorgungstarifes des Netzgebietes betragen und die Vertragslaufzeit maximal ein Jahr.

„Trotz der rechtlich regulatorischen Rahmenbedingungen sind Mieterstrommodelle wirtschaftlich umsetzbar. Stadtwerke oder regional EVUs und Wohnungsbaugesellschaften können ihren Endkunden mit dem Mieterstrommodell einen Mehrwert bieten. Mieterstrommodelle wirken beispielsweise dem Trend steigender Mieten bzw. Mietnebenkosten in großen Städten entgegen. Eine Kundenbindung auf Seiten der Stadtwerke, der regionalen EVUs und der Wohnungsbaugesellschaften ist die Folge“, so Stefan Brühl, Leiter Kompetenzteam Erneuerbare Energien bei BET Aachen.

Nachbetrachtung des Webinars

Der Leitet Herunterladen der Datei einFoliensatz des Webinars steht allen Interessenten kostenfrei zur Verfügung.
Des Weiteren können sich Interessenten Öffnet externen Link in neuem Fensterdas gesamte Webinar als Video ansehen.