04.07.2018

Förderung von Elektrofahrzeugen, Ladeinfrastrukur und Elektromobilitätskonzepten

Mit der Öffnet externen Link in neuem FensterFörderrichtlinie Elektromobilität unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) das Ziel, die Zahl der E-Fahrzeuge zu erhöhen, insbesondere in kommunalen Flotten.

Aktuell erschienen sind zwei neue Förderaufrufe zur Förderung von

  • Elektrofahrzeugen und damit verbundenen Maßnahmen zum Aufbau von Ladeinfrastruktur und  
  • Anwendungsorientierten kommunalen Elektromobilitätskonzepten


Im Hinblick auf die Fahrzeugförderung sind folgende Punkte wichtig :

  • Im Fokus stehen straßengebundene Elektrofahrzeuge der europäischen Fahrzeugklassen M1-M3 (Pkw/Busse), der Klassen N1-N3 (Nfz) sowie L2e, L5e, L6e, L7e (Leichtfahrzeuge)
  • Rein batterieelektrische Fahrzeuge sind zentraler Gegenstand der Förderung. Hybridfahrzeuge, die eine Reichweite unter ausschließlicher Nutzung der elektrischen Antriebsmaschine von mindestens 50 Kilometern erreichen oder eine Kohlendioxidemission von 50 Gramm pro gefahrenen Kilometer unterschreiten, sind ebenfalls förderfähig, hier erfolgt aber eine geringere Priorisierung bei der Förderentscheidung.
  • Bitte beachten: Abweichend von Punkt 2.1.1 der Förderrichtlinie sind mindestens zwei Fahrzeuge pro Antrag zu beschaffen. Die Möglichkeit des Zusammenschlusses gleichartiger Antragsberechtigter und der gemeinsamen Durchführung des Vorhabens nach Punkt 3.1 der Förderrichtlinie entfällt im Gegenzug. Für Fahrzeuge der Klassen M2, M3, N2 und N3 gemäß Richtlinie 2007/46/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates sowie Sonderfahrzeuge gilt diese Einschränkung nicht.
  • Eine Kumulierung mit Herstellerrabatten ist möglich.
  • Ladeinfrastruktur ist ausschließlich im Zusammenhang mit einer im Rahmen des Aufrufs beantragten Fahrzeugförderung zuwendungsfähig (ansonsten sei auf die Ladesäulen-Förderung des Bundes verwiesen).


Förderquote bei Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur:

  • Bei Zuwendungen für wirtschaftlich tätige Unternehmen richtet sich die Zuwendungshöhe nach den beihilferechtlichen Bestimmungen. Im Falle einer Beihilfe sind Förderquoten bis zu 40 % zulässig. Für mittlere und kleine Unternehmen kann ein zusätzlicher Bonus von 10 % bzw. 20 % zur Förderquote gewährt werden, sofern das Vorhaben andernfalls nicht durchgeführt werden kann.
  • Bei Zuwendungen, die keine Beihilfe darstellen, beträgt die Förderquote 75 %, z.B. bei Kommunen im nicht wirtschaftlichen Bereich. Bei finanzschwachen Kommunen, die nach jeweiligem Landesrecht z.B. ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen haben oder eine vergleichbare finanzschwache Haushaltssituation nachweisen und somit nicht über ausreichende Eigenmittel verfügen, beträgt die Förderquote 90%.


Förderquote bei Elektromobilitätskonzepten:

  • Förderquoten bis zu 80 Prozent.
  • Sollte der Antragssteller im Rahmen der Verwertung der Ergebnisse der erarbeiteten Elektromobilitätskonzepte eine wirtschaftliche Aktivität planen, verringert sich die Förderquote auf 50 Prozent.


Förderfähige Kosten:

  • Fahrzeuge: Die Förderung erfolgt als Investitionszuschuss, der sich auf Grundlage der jeweiligen Investitionsmehrausgaben berechnet.
  • Ladeinfrastruktur: Förderfähig ist die für den Betrieb der beantragten Fahrzeuge notwendige Ladeinfrastruktur.  
  • Kosten für die Erstellung eines Elektromobilitätskonzeptes (max. 100.000 Euro Förderung möglich).


Frist zur Antragseinreichung: 31.August 2018

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