Förderung für private Wallboxen erneut aufgestockt

Die Förderung des Bundes für private Wallboxen wird erneut um 300 Mio. aufgestockt und verlängert. Sie hat damit ein Fördervolumen von nun 800 Mio. Euro. Mit einem pauschalen Zuschuss von 900 Euro können somit 888.888 Wallboxen gefördert werden. Die Antragstellung ist ab 22.07.2021 wieder auf der Website der KfW möglich.

Bis zum 1.7.2021 waren rund 510.000 Anträge für rund 620.000 Ladepunkte eingegangen. Die Kunden-Befragungen der KfW zeigen aber auch, dass 45 % der Antragsteller noch kein Elektroauto besitzen. 93 % davon planen jedoch die Anschaffung eines E-Fahrzeuges innerhalb der nächsten drei Jahre. (Quelle: Pressemeldung der NOW GmbH)

Wer kann Anträge stellen?
Träger von Investitionsmaßnahmen (z.B. Privatpersonen, Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger) zur Errichtung einer Ladestation für Elektroautos im nicht öffentlich zugänglichen Bereich von selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden.

Was wird gefördert?
Gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten (Definition der Gesamtkosten siehe unter „Wie wird gefördert?“) an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden in Deutschland, wenn u.a.:
• die Ladestation über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügt,
• der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt,
• die Ladestation intelligent und steuerbar ist (mit Blick auf die Netzdienlichkeit)

Wie wird gefördert?
Die Förderung erfolgt durch einen Investitionszuschuss, der nach Abschluss Ihres Vorhabens auf Ihr Bankkonto überwiesen wird. Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt. Unterschreiten die Gesamtkosten des Vorhabens den Zuschussbetrag, wird keine Förderung gewährt. Der Zuschuss kann bei der KfW über das Zuschussportal beantragt werden und muss vor Beginn des Vorhabens erfolgen. Bei der Ermittlung der Gesamtkosten können Kosten für folgende Leistungen berücksichtigt werden:
• Ladestation
• Energiemanagementsystem/Lademanagementsystem zur Steuerung von Ladestationen
• Elektrischer Anschluss (Netzanschluss)
• Notwendige Elektroinstallationsarbeiten (zum Beispiel Erdarbeiten)

Auch gewerbliche Ladeinfrastruktur zum Laden des eigenen Fuhrparks oder der Mitarbeiterfahrzeuge soll in Zukunft vom Bund gefördert werden, um den Markthochlauf der Elektromobilität zu beschleunigen. Das Programm ist für Sommer 2021 angekündigt und wird vermutlich ähnlich ausgestaltet sein wie die Förderung für private Wallboxen.

Eine Übersicht aller aktuellen Förderprogramme im Bereicht Elektromobiliät finden Sie in unserer Förderübersicht.