05.12.2017

Fachkongress Wärmesektor: Wärmestudie der Region Trier vorgestellt

Die Podiumsdiskussion beim Fachkongress Wärmesektor war hochkarätig besetzt (v.l.n.r.): Bernhard Wern (IZES GmbH), Achim Hill (Energieagentur Region Trier), Arndt Müller (Stadtwerke Trier), Moderator Thorsten Henkes (Energieagentur Rheinland-Pfalz), Staatssekretär Thomas Griese, Thomas Pauschinger (Solites), Matthias Gebauer (ECOSCOP GmbH). (Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz)

Mehr als 40 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen werden durch den Wärmesektor verursacht. „Um Rheinland-Pfalz bis 2050 weitgehend klimaneutral zu gestalten, brauchen wir die Öffnet internen Link im aktuellen FensterWärmewende“, erklärte Staatssekretär Thomas Griese beim Fachkongress Wärmesektor. Rund 130 Teilnehmer waren am Mittwoch, 29. November 2017 nach Trier ins ERA-Conference Centre gekommen, um mehr über das Öffnet externen Link in neuem FensterWärmekonzept der Landesregierung Rheinland-Pfalz, die Öffnet internen Link im aktuellen FensterWärmeinitiative der Energieagentur Rheinland-Pfalz und die Öffnet externen Link in neuem FensterWärmestudie Region Trier zu erfahren. In sechs Foren konnten sich die Gäste über Förderangebote, Strategien für die Wärmewende und Energieeffizienzmaßnahmen informieren, sich mit Fachreferenten austauschen oder miteinander ins Gespräch kommen.

Wärmestudie der Region Trier: ein bundesweit einmaliges Projekt

Bundesweit einmalig ist, laut Bernhard Wern, Institut für Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme (IZES), die Öffnet externen Link in neuem FensterWärmestudie der Region Trier. Sie wende eine Bottom-up-Vorgehensweise an, die es für eine so große Gebietskulisse in Deutschland bislang nicht gab. Die Studie beschäftigt sich mit unterschiedlichen Szenarien. Das so genannte „Business as Usual“-Szenario beantwortet die Frage, wie die Entwicklung in der Region weitergeht, wenn keine weiteren Maßnahmen für die Wärmewende ergriffen werden. Dann könnte der Wärmebedarf nicht gesenkt werden, auch wenn jährlich statt bislang ein dann zwei Prozent der alten Häuser energetisch saniert würden. Das regional basierte Szenario zeigt auf, wie sich die Region verändern kann, wenn sie Maßnahmen für die Wärmewende ergreift, die nach derzeitiger Einschätzung als umsetzbar angesehen werden. Beispielsweise können sich mehrere Haushalte oder ganze Dörfer zu einem Wärmenetz zusammenschließen und die benötigte Wärme durch Solaranlagen mit Holzhackschnitzel-Heizkraftwerken erzeugen.

„Die Umgestaltung des Wärmesektors ist ein langfristiger Prozess mit vielen Komponenten und mit der Notwendigkeit einer vielfältigen Einbindung der Akteure“, betonte Thomas Pensel, Geschäftsführer Energieagentur Rheinland-Pfalz. Die energie- und klimapolitischen Grundsatzentscheidungen seien getroffen worden und, da Klimaschutz und die Energiewende eine globale Aufgabe sei, hätten sich viele Staaten bereits auf den Weg in eine Zukunft ohne fossile Energieträger gemacht.